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Startplatz-Strafe gegen Ricciardo

Zu schnell bei roten Flaggen

Daniel Ricciardo - GP Australien 2018 Foto: sutton-images.com 88 Bilder

Daniel Ricciardo wird beim Saisonauftakt in Australien am Start drei Plätze zurückversetzt. Nach Analyse der Daten erkannten die FIA-Kommissare, dass der Red Bull-Pilot zu schnell unterwegs war, als rote Flaggen geschwenkt wurden.

23.03.2018 Tobias Grüner

Sein Heimrennen bringt Daniel Ricciardo einfach kein Glück. Sechs Mal ging der Mann aus Perth schon beim GP Australien an den Start. Zwei Ausfälle, eine Disqualifikation, null Podiumsplätze lautet die bescheidene Bilanz. Und auch in diesem Jahr wird es wohl nichts, mit der traditionellen „Shoey“-Zeremonie auf dem Treppchen. Der Lokalmatador geht durch eine Startplatzstrafe gehandicapt in das Rennen.

Was war passiert? Als sich im zweiten Training eine Induktionsschleife aus dem Asphalt löste, stoppte die Rennleitung die Sitzung, während sich der Fünftplatzierte des Vorjahres gerade auf einer schnellen Runde befand. Seit dieser Saison hat die FIA strengere Regeln für die Phase eingeführt, in der die roten Flaggen geschwenkt werden. Es gibt eine fest vorgeschriebene Zeitvorgabe, die von den Piloten nicht unterschritten werden darf.

Ricciardo verlangsamt nicht ausreichend

Rote Flagge - GP Australien 2018 Foto: xpb
Die roten Flaggen wurden für Daniel Ricciardo genau zum falschen Zeitpunkt geschwenkt.

Doch genau das passierte Ricciardo. In der Urteilsbegründung heißt es: „Die Stewards haben Telemetrie, Video-Aufnahmen, die Position des Autos auf der Strecke und die Aussagen des Fahrers in ihre Untersuchung einbezogen. Dabei wurde klar, dass Ricciardo im letzten und vorletzten Marshall-Sektor nicht unter der vorgeschriebenen Minimal-Zeit geblieben ist.“

„Die Stewards haben allerdings auch erkannt, dass Ricciardo in Kurve 12 bis zu 175 km/h langsamer war als in seinen schnellsten Runden und sein Tempo auch in den letzten drei Kurven signifikant verlangsamte. Das zeigt, dass er die Vorgaben im Anhang H der Sportgesetze befolgte. Allerdings fiel er wegen eines Fehlers beim Ablesen der Anzeige auf dem Display leicht unter die Minimal-Zeit, wie er selbst zugab.“

Strafe milder als gewöhnlich

„Der Artikel 31.6 wurde dieses Jahr dem Regelwerk hinzugefügt, damit die Fahrer ihr Tempo während roter Flaggen ausreichend reduzieren. Ein Verstoß gegen diese Regel ist eine extrem ernste Angelegenheit. Allerdings haben die Stewards diesen Fall gründlich analysiert und festgestellt, dass der Fahrer grundlegend langsamer und mit ausreichender Vorsicht gefahren ist, so dass keine gefährliche Situation entstand. Deshalb fällt die Strafe geringer als üblich aus.“

Die Strafversetzung wirft Daniel Ricciardo drei Plätze zurück. Darüber hinaus bekommt der Australier auch noch zwei Strafpunkte für sein Sünderkonto. Auf dem Stadtkurs im Albert Park ist das ein großer Rückschlag. Überholen ist hier bekanntlich schwierig. Mit dem PS-Defizit des Renault-Motors wird es für Ricciardo umso schwerer, Plätze gutzumachen.

Neuester Kommentar

mutige Entscheidung erst dann, wenn HAM und VET dasselbe plus Strafe beim Heim-GP wiederfährt...

Butter_my_Butt 23. März 2018, 14:07 Uhr
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