Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 29. Juni 2019 Motorsport Images

Strafe für Lewis Hamilton

„Die habe ich mir verdient“

Lewis Hamilton kassierte nach dem Qualifying von Spielberg noch eine Strafe. Weil er Kimi Räikkönen behinderte, muss der Weltmeister drei Plätze zurück. Hamilton akzeptierte das Urteil ohne zu Murren.

Bisher lief die Saison für Lewis Hamilton wie ein Traum. Erst am Qualifying-Samstag kam der Mercedes-Motor etwas ins Stottern. In Sachen Pace konnte der Champion nicht mit Charles Leclerc mithalten. Der Kampf um Pole Position ging mit zweieinhalb Zehnteln verloren.

„Charles hat einfach einen guten Job erledigt. Er war das ganze Wochenende schnell unterwegs. Ich danke dem Team für die Mühen, aber es war heute leider kein perfekter Tag für uns. Wir verlieren und gewinnen zusammen. Morgen ist ein neuer Tag und eine Chance für uns, es besser zu machen“, erklärte der Brite.

Ausweichmanöver hilft nicht gegen Strafe

Gut zwei Stunden nach Abschluss des Qualifyings flatterte dann noch Post von der FIA in den Briefkasten von Hamilton. Die FIA-Kommissare stuften den WM-Spitzenreiter in der Startaufstellung drei Plätze zurück. Der Mercedes mit der Startnummer 44 war Kimi Räikkönen in Kurve 3 im Weg gestanden.

In der Urteilsbegründung heißt es: „Die Stewards haben sich Video-Aufnahmen angeschaut und die Stimmen der Fahrer gehört. Es hat sich gezeigt, dass Hamilton Räikkönen in Kurve 3 unnötig behindert hat. Hamilton kam gerade aus den Boxen und wurde darüber informiert, dass sich andere Autos nähern, darunter auch Räikkönen.“

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 29. Juni 2019
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Hamilton muss Verstappen den Platz in der ersten Reihe überlassen.

Auch die Bemühungen des Mercedes-Piloten sich in letzter Sekunde in die Auslaufzone zu retten, bewahrten ihn nicht vor einer Strafe, wie die Stewards erklärten: „Obwohl Hamilton versucht hat, noch auszuweichen, als er bemerkte dass sich Räikkönen auf einer schnellen Runde befindet, reichten die Bemühungen nicht aus, um eine Behinderung zu vermeiden. Räikkönen musste seine Runde deshalb abbrechen.“

Hamilton übernimmt Verantwortung

In letzter Zeit haben wir viele Piloten über Strafen klagen gehört. Nicht so Lewis Hamilton. Der 34-Jährige nahm das Urteil ohne Murren zur Kenntnis: „Dieses Strafe habe ich voll und ganz verdient. Ich habe auch kein Problem damit sie zu akzeptieren. Das war klar mein Fehler und dafür trage ich die volle Verantwortung. Natürlich war es aber keine Absicht.“

Auch Teamchef Toto Wolff zeigte sich versöhnlich: „Das Regelbuch sieht drei Plätze Strafe vor, auch wenn es keine Absicht war. Da gab es in der Vergangenheit ja schon Präzedenzfälle. Deshalb müssen wir dieses Urteil akzeptieren.“

Durch die verrückte FIA-Arithmetik rutscht Hamilton effektiv übrigens nur zwei Plätze nach hinten auf Rang vier. Grund dafür ist Kevin Magnussen, der wegen einer eigenen Getriebestrafe von Platz 5 auf Position zehn rutscht. In der ersten Reihe steht nun Max Verstappen direkt neben Charles Leclerc. Die beiden 21-Jährigen bilden die jüngste erste Reihe aller Zeiten.

GP Österreich 2019: Die Bilder vom Qualifying

Hamilton, Leclerc & Verstappen - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 29. Juni 2019
Hamilton, Leclerc & Verstappen - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 29. Juni 2019 Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 29. Juni 2019 Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 29. Juni 2019 Mattia Binotto - Ferrari - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 29. Juni 2019 42 Bilder
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