Strafe gegen Maldonado

Hamilton kommt mit blauem Auge davon

Lewis Hamilton - McLaren Foto: xpb 62 Bilder

Pastor Maldonado wurde nach der Kollision mit Lewis Hamilton von Startplatz 16 auf 21 zurückversetzt. Sein Gegner kam mit einer Verwarnung glimpflich davon.

Zweieinhalb Stunden nach dem Qualifying verkündeten die vier Stewards die Entscheidung im Fall Lewis Hamilton gegen Pastor Maldonado. Die FIA-Kommissare sahen das Techtelmechtel in der Auslaufrunde nach dem Q2 als normalen Unfall an. Die Strafen fielen entsprechend gering aus.

Williams-Pilot Maldonado wurde als Hauptverantwortlicher fünf Startplätze zurückgestuft. Die Rennleitung ließ Milde walten, weil der Rookie aus Venezuela zuvor noch nicht negativ aufgefallen war. Von Hamilton kann man das zwar nicht behaupten, trotzdem drückten die Stewards auch beim Briten ein Auge zu. Es gab nur eine Verwarnung.

Maldonado revanchiert sich gegen Hamilton

Dabei zeigen die Fernsehbilder eigentlich, dass hier mehr passiert war, als nur zwei Piloten, die sich zufällig in die Quere kamen. Zwischen den beiden Heißspornen hatte es schon in Monaco gekracht. Damals beförderte Hamilton seinen Gegner mit einem beinharten Manöver in der ersten Kurve in die Bande. In Spa bekam der Rookie nun die Chance auf Revanche.

Als Hamilton im Q2 auf einer schnellen Runde unterwegs war, stand plötzlich der Williams mit der Startnummer 12 im Weg. In der Zielschikane bremste sich der McLaren-Pilot kompromisslos vorbei, obwohl Maldonado auch auf einer schnellen Runde unterwegs war. Hamilton kam eine Runde weiter. Der Williams schied aus. Nach der Ziellinie war die zweite Quali-Runde beendet.

Nachspiel auf dem Weg zu Eau Rouge

Doch in den beiden Cockpits war scheinbar noch nichts entschieden. Auf der Auslaufrunde setzte sich Hamilton vor der Eau Rouge mit einer ruckartigen Lenkbewegung an die Seite von Maldonado. Der sah offensichtlich eine Provokation und revanchierte sich, in dem er dem McLaren ins Auto fuhr.

"Ich wollte im Regen von der nassen Linie runter", begründete Hamilton seinen Spurwechsel. "Er lag im toten Winkel. Dann haben wir uns getroffen. Die Mechaniker haben in der Pause einen guten Job erledigt und meinen Frontflügel und den Seitenkasten repariert. Die Spurstange und der Unterboden waren aber immer noch ein wenig beschädigt. Ich weiß aber nicht, was das gekostet hat."

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