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Strafe für Schumacher

Fünf Plätze zurück in Monaco

Der Crash von Barcelona hat Folgen für Michael Schumacher. Der Mercedes-Pilot muss in Monaco fünf Startplätze zurück, weil er Bruno Senna ins Heck gefahren ist. Die Rennleitung sah die alleinige Schuld beim Rekordchampion.

Es ist nicht die Saison von Michael Schumacher. Nach viel Pech in den ersten vier Übersee-Rennen brachte auch der Europa-Auftakt keine Wende. Vom neunten Startplatz aus war der Sieg sowieso in weiter Ferne. In Runde zwölf zerplatzten dann auch die Punkteträume beim Crash mit Bruno Senna.

Schumacher verärgert über Bremsmanöver

Als Schumacher am Ende der Zielgeraden zum Überholen ansetzte, kam es zur spektakulärsten Szene des Rennens. Der Mercedes versuchte es kurz innen, dann außen und plötzlich krachte es. Schumi war Senna ins Heck geknallt und musste sein demoliertes Auto schließlich im Kiesbett abstellen. Auch für Senna ging es nicht weiter.

Über den Mercedes-Boxenfunk gab es zunächst nur ein kurzes "Idiot" in Richtung des Kontrahenten. Später machte der Rekordchampion seinem Ärger etwas präziser Luft. "Er hat mitten in der Bremszone die Richtung gewechselt. Wenn man die Szene genau anschaut, dann erkennt man, dass er links in mich reingezogen ist."

Senna auf abgefahrenen Reifen machtlos

Unfallgegner Senna wollte dieser Theorie nicht ganz folgen. Er beschreibt den Crash aus seiner Sicht etwas anders. "Michael hatte viel neuere Reifen als ich. Er konnte deshalb auch deutlich später bremsen. Ich dachte, er sticht nach innen, aber dann wollte er plötzlich außen vorbei. Ich habe da aber schon längst gebremst. Er hatte keine Chance mehr sein Auto zu stoppen und hat mich getroffen."

Trotz der Anschuldigungen von Schumi, versuchte Senna den Streit nicht eskalieren zu lassen. "Ich mache ihm keinen Vorwurf. Wenn man neue Reifen hat, will man immer so schnell wie möglich vorbei. Beim nächsten Mal vielleicht etwas vorsichtiger. Ich habe nicht erwartet, dass ich dort wo ich war, von ihm getroffen werde. Ich habe ihm ja nicht die Tür zugemacht."

FIA sieht Schuld bei Schumacher

Nach dem Rennen trafen sich die beiden bei den FIA-Stewards wieder. "Wir sind uns einig, dass wir den Fall unterschiedlich sehen", grinste Senna. "Es ist doch klar, dass er seine Schuld nicht zugeben will. Sonst bekommt er direkt eine Strafe."

Die Strafe gab es von den Regelhütern auch ohne Schuldeingeständnis. Die Stewards sahen den Mercedes-Piloten als alleinigen Auslöser des Unfalls. Für das Rennen in Monaco in zwei Wochen wurde Schumacher mit einer Rückversetzung um fünf Startplätze belegt.

Das missglückte Überholmanöver gegen Senna war nicht der erste Auffahrunfall des Altmeisters. Schon in Singapur 2010 räumte Schumi den Sauber von Sergio Perez ab. Damals kam der Mercedes-Pilot noch um die Strafe herum.

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