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Strafen-Festival bei McLaren

Button muss 70 Startplätze zurück

Die McLaren-Piloten essen in Mexiko ein hartes Brot. Fernando Alonso muss 15 Startplätze zurück, Jenson Button 70. Trotz neuer Motoren im System wollen die Probleme nicht aufhören. Alonso sieht trotzdem Licht am Ende des Tunnels.

Jenson Button wusste keine Antwort. Auf die Frage eines Reporters, wie viele Startplätze er wegen der zahlreichen Motorwechsel nun nach hinten rücke, zuckte der Engländer mit den Schultern. Ein McLaren-Mitarbeiter half aus. Es sind 70. Für zwei neue Motoren, neue Turbolader, MGU-K und MGU-H.

Trotz der vielen neuen Teile hörten die Probleme im Honda-Lager nicht auf. Buttons dritte Trainingssitzung war nach 4 Runden beendet. In der Qualifikation schaute er zu. Die Techniker konnten die Probleme mit den Zündaussetzern nicht lösen. "Wir vermuten einen defekten Sensor, wissen es aber nicht mit Sicherheit", musste Rennleiter Yasuhisa Arai zweieinhalb Stunden nach Ende des Abschlusstrainings zugeben.

Button wird deshalb auf den ersten der beiden neuen Motoren aus der ersten Trainingssitzung am Freitag zurückgreifen. Also Motor Nummer 10. Dafür braucht er aber noch einen neuen Turbolader und neue Elektromaschinen. Das stockte sein Strafkonto weiter auf. Dagegen ist Fernando Alonso fast ein Waisenknabe. Er muss für den elften Motor und ein neues Getriebe "nur" 15 Plätze zurück.

Alonso sieht positiven McLaren-Trend

Die McLaren-Fahrer nahmen ihre Plätze in der letzten Startreihe mit Humor. "Wir haben beim Start die wenigsten Probleme. Für uns kann es wie in Sochi nur vorwärts gehen. Mitten im Feld wird es bei dem langen Anlauf in Kurve 1 bestimmt ungemütlich. Auf den Startplätzen 7 bis 15 würde ich mir jetzt Sorgen machen", spottete Alonso.

Der Spanier ließ sich trotz der ungünstigen Ausgangsposition seinen Optimismus nicht nehmen. "Die kurvenreichen Sektoren in Mexiko haben das bestätigt, was wir schon in Austin gesehen haben. Mit der Aerodynamik geht es in die richtige Richtung. Auch der Motor wird jetzt ständig besser. Ich würde sagen: Der Trend stimmt." Der Spanier mahnte aber auch: "Die wichtigste Zeit werden die nächsten vier Monate." Da erwartet er, dass McLaren und Honda zweieinhalb Sekunden finden.

Teamchef Eric Boullier will Punkte nicht abschreiben. Auch in Sochi glaubte niemand an eine Chance der McLaren, und dann wurde Button noch Neunter. "Das größte Problem im Rennen wird die Zuverlässigkeit. Die Bremsen und die Kühlung sind für alle am Limit. Es könnte viele Ausfälle geben." McLaren muss nur sicherstellen, dass man nicht selbst dazu zählt.

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