Strafen für McLaren

Honda mit fünftem Motor

McLaren MP4-30 - Lackierung Barcelona 2015 Foto: McLaren 27 Bilder

Der vierte Motor für Fernando Alonso und Jenson Button hielt gerade ein Rennen. Beim GP Österreich müssen die McLaren-Piloten jeweils den fünften Honda-Motor ausfassen. Das kostet 10 Startplätze und Zeitstrafen. Auch mit der neuen kurzen Nase gibt es Probleme.

Beide Fahrer werden um 10 Plätze nach hinten versetzt

Manchmal kommt alles Schlimme auf einmal. Fernando Alonso hatte es bei der Donnerstag-Pressekonferenz schon angedeutet: "Österreich wird ein weiteres hartes Wochenende für uns. Wahrscheinlich werden wir einige Strafen ausfassen. Wir müssen diesen Grand Prix als Testfahrt betrachten." Inzwischen hat uns Honda bestätigt: Button und Alonso bekommen neue Motoren am Red Bull-Ring.

Es ist bereits die fünfte Einheit des Verbrennungsmotors. Das bedeutet, dass beide Fahrer um 10 Startplätze nach hinten müssen. Und da sie es kaum in die Top Ten des Trainings schaffen, drohen auch noch Zeiteinbußen beim ersten Boxenstopp. Schaffen sie es bis ins Q2, wären es fünf Strafsekunden.

Weitere Token Ende Juli

Die Ausfallursache in Montreal wurde zwar mit Auspuffproblemen begründet, doch das war lediglich das Resultat eines Problems im Motor, der früher oder später in einem Schaden geendet hätte. Laut Honda hat der schleichende Defekt auch nichts mit den neuen Turboladern zu tun, die in Kanada debütierten. Eher ein altes Problem, das jetzt erst ans Tageslicht gekommen ist.

Honda nahm entsprechende Änderungen am Motor vor, um dem Problem vorzubeugen. Da sie nur der Absicherung der Zuverlässigkeit dienen, wurden keine Entwicklungs-Token angegriffen. Trotz der Standfestigkeitssorgen plant Honda schon den nächsten Einsatz von Token. Wieder im Bereich des Turboladers. Da sehen die Japaner offenbar den größten Spielraum, um mehr Leistung zu finden.

McLaren beginnt mit langer Nase

Als die McLaren MP4-30 am Freitagmorgen die Garage verließen, waren beide mit der alten Nase bestückt, die weit über den Frontflügel hinausragt. Dabei hat die neue Kurz-Version den Crashtest bestanden. Sie soll der von Red Bull und ToroRosso sehr ähnlich sehen. Vielleicht bleibt sie das ganze Wochenende im Transporter. Es soll Unstimmigkeiten über das Procedere des Crashestests geben.

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