Strategiegruppe stimmt über Regelreform ab

Ecclestone will einfachere Regeln

Horner, Lauda, Ecclestone, Wolff & Arrivabene - Formel 1 - 2016 Foto: Wilhelm 16 Bilder

Am 16. November trifft sich die Strategiegruppe in Genf. Großes Thema: Eine Reform des Reglements. Mercedes und Red Bull drängen darauf, sämtliche Überholregeln zu streichen. Bernie Ecclestone will noch einen Schritt weitergehen. Die FIA soll das komplette Regelwerk vereinfachen.

Lange nichts mehr von der Strategiegruppe gehört? Am 16. November steht wieder ein großes Thema auf der Agenda: Auf Antrag von Mercedes und Red Bull sollen die Überholregeln verschwinden. Also freie Fahrt für die Piloten. Außerdem wollen die Teams klare Regeln für das Verlassen der Strecke. Die Entscheidung darüber, ob der Fahrer bestraft wird oder nicht soll nicht mehr in der Hand der Sportkommissare liegen. Besser Kiesbetten statt Asphalt oder künstliche Schikanen wie in Monza, Sotschi oder Montreal.

Bernie Ecclestone geht noch einen Schritt weiter. Der Formel 1-Boss ist sauer, dass das Ergebnis des GP Mexiko erst 3 Stunden nach dem Rennen feststand, und dass Ferrari jetzt auch noch eine Revision beantragt. „Unsere Regeln sind zu kompliziert. Wir werden der FIA bei der nächsten Strategiegruppensitzung den Auftrag geben, alle Regeln einfacher zu machen. So dass sie jeder verstehen kann. Ich verstehe sie nicht mehr.“

Lauda: „Lasst Fahrer das selbst austragen“

Mercedes und Red Bull regen sich vor allem über die Klarstellung der Überholregeln auf. Die FIA hatte in Austin auf Druck der Fahrer den Artikel 27.5 des Sportgesetzes neu interpretiert. Demnach ist ein Spurwechsel auf der Bremse verboten, wenn er den Angreifer zu einem Ausweichmanöver zwingt und der Spurwechsel potenziell gefährlich ist. Das erste Opfer der neu definierten Regel war nur eine Woche später Sebastian Vettel. Die Sportkommissare hatten 3 Stunden und 11 Minuten debattiert, bis sie Vettel schuldig sprachen.

Für Niki Lauda ist das „ein Wahnsinn“. Der Österreicher: „Was soll eine Überholregel? Das müssen die Fahrer unter sich ausmachen. Und wenn es kracht, dann werden sie daraus lernen. In meiner Zeit haben sich alle Fahrer an ungeschriebene Gesetze gehalten, weil wir wussten, dass wir uns bei einem Unfall wehtun. Man kann von den heutigen Fahrern verlangen, dass sie gescheit genug sind, keinen Unfall zu riskieren. Es muss aufhören, dass wir noch Stunden nach dem Rennen über Zweikämpfe diskutieren. Wenn zu viel reglementiert wird, trauen sich die Fahrer gar nichts mehr.“

Whiting: „Einfache Regeln werden ausgenutzt“

FIA-Rennleiter Charlie Whiting hatte im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz auf die Frage geantwortet, ob der Sport eine Überholregel braucht. „Einerseits wird der Sport immer komplizierter, andererseits gibt es regelmäßige Anfragen, die Regeln zu vereinfachen. Natürlich könnten wir das Überholproblem mit einer Regel abdecken. Etwa: Die Fahrer müssen sicher fahren.“

Doch was wäre die Konsequenz, fragt sich Whiting? „Die Fahrer würden uns dann ständig fragen, was es heißt sicher zu fahren. Können wir dies tun, ist jenes erlaubt? Als Antwort darauf werden die Regeln umfangreich und präziser. Das ist ein natürlicher Prozess, weil die Fahrer natürlich versuchen jede Regel bis ans Limit auszutesten und sie zu ihrem Vorteil auszunutzen. Ich sehe keine Chance, die Regeln wieder zu einfachen, weil es sich über die letzten 20 Jahre so entwickelt hat.“

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