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Alfa Romeo - GP Ungarn - Budapest - Formel 1 - Freitag - 2.8.2019
Renault - GP Ungarn - Budapest - Formel 1 - Freitag - 2.8.2019 70 Bilder

Streit um Zahl der Rennen

Mehr Rennen, gleich viele Motoren

Das Formel 1-Management hat die Teams in Hockenheim vorgewarnt. 2020 könnten 22 Rennen im Kalender stehen. Der Erweiterung würden alle Teams zustimmen. Doch bei der Zahl der Motoren zeichnet sich keine Einstimmigkeit ab. Dabei bliebe es bei drei Motoren.

Liberty will mehr Geld verdienen. Der GP Spanien soll mindestens 20 Millionen Dollar einspielen, wenn der Vertrag verlängert wird. Die Chancen stehen gut. Deshalb warnte Formel 1-Chef Chase Carey die Teams am Hockenheimring, dass der Kalender im nächsten Jahr 22 Rennen umfassen könnte. Dafür braucht der Amerikaner aber die Zustimmung aller zehn Teams. Im aktuellen Concorde Abkommen stehen nur 21 Rennen.

Die Teamchefs stehen einer Erweiterung um ein Rennen im Prinzip positiv gegenüber, allerdings mit Einschränkungen. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto wägt ab: „Wir unterstützen den Plan von 22 Rennen, weil das die Einkünfte erhöht. Trotzdem müssen wir vorsichtig sein, dass die Kosten nicht die extra Einnahmen übersteigen. Es wäre falsch, im nächsten Jahr deshalb die Zahl der Antriebseinheit zu erhöhen.“

Mehr Kosten als Einnahmen

Genau in diesem Punkt sind sich die Teams nicht mehr einig. Während Christian Horner von Red Bull und Cyril Abiteboul von Renault die Ausweitung auf vier Motoren befürworten, sind Ferrari und Mercedes aus Kostengründen dagegen. Ihre Kunden sowieso. Zwei zusätzliche Motoren für zwei Autos würde die Kunden knapp drei Millionen Dollar extra kosten. „Dann decken die zusätzlichen Einnahmen die extra Kosten nicht mehr“, rechnet Racing Point-Teamchef Otmar Szafnauer vor.

Ein Team am Ende des Feldes würde aus dem Erlös eines extra Rennens höchstens 800.000 Dollar bekommen. Bei den Topteams würde die Kasse mit rund drei Millionen Dollar klingen. Red Bull-Teamchef Christian Horner schlägt deshalb vor: „Da die meisten Teams schon mit 21 Rennen Strafen bekommen und sowieso schon vier Motoren einsetzen, können wir die Zahl der Antriebseinheiten pro Fahrer auch gleich auf vier erhöhen. Um das zu kompensieren sollten wir lieber die Zahl der Testtage reduzieren. Dann brauchen wir da einen Motor weniger.“

Das Formel 1-Management bot den Teams an, die Zahl der Testtage vor der Saison von acht auf fünf zu begrenzen und einen der beiden Testtermine während der Saison zu streichen. Szafnauer zweifelt, ob das Modell funktioniert: „Wir kommen mit einem Motor durch die zwölf Testtage, die wir momentan haben. Weniger geht nicht.“ Auch die Aufstockung auf vier Motoren müssten die zehn Teams einstimmig absegnen. Die Chance darauf ist gleich null. Damit würde man den drei Motoren jeweils 200 Kilometer zusätzlich aufbürden als in dieser Saison. Lewis Hamilton fürchtet: „Dann werden im Training noch mehr Kilometer gespart. Das ist schlecht für die Fans.“

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Der Trainingsfreitag in Budapest brachte nur wenig Erkenntnisse.

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