Fernando Alonso Ferrari F1 Test Barcelona 2013 xpb
Pastor Maldonado - Williams - Formel 1 - Test - Barcelona - 3. März 2013
Jenson Button - McLaren - Formel 1 - Test - Barcelona - 3. März 2013
Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - Test - Barcelona - 3. März 2013
Jules Bianchi - Marussia - Formel 1 - Test - Barcelona - 3. März 2013
Nico Hülkenberg - Sauber - Formel 1 - Test - Barcelona - 3. März 2013 116 Bilder

Streit um F1-Testfahrten

"Das kostet alles mehr Geld"

Bernie Ecclestone ließ in Monte Carlo sechs Teamchefs der so genannten Strategiegruppe in seinem Bus antanzen. Es ging um eine Neuregelung der Testfahrten. Bis zu neun extra Tage sollen mit Windkanalstunden und Computerkapazitäten verrechnet werden. Eine Milchmädchenrechnung.

Ferrari wünscht sich seit Jahren mehr Testfahrten. Auch die anderen Top-Teams würden gerne mehr als 12 Tage testen, vor allem unter der Saison. Die kleinen Rennställe sperren sich dagegen. Sie haben Angst, dass sie im Entwicklungswettlauf dann noch weiter zurückfallen und noch mehr Geld ausgeben müssen.

Zum Thema Testfahrten traf sich am Rennwochenende von Monte Carlo die so genannte Strategiegruppe mit Bernie Ecclestone. Das sind die Vertreter der sechs Top-Teams, die einmal die Geschicke der Formel 1 mitentscheiden sollen, wenn es je zu einem neuen Concorde-Abkommen kommt. In dieser Gruppe sind Red Bull, Ferrari, Mercedes, McLaren, Williams und das jeweils bestplatzierte Team außerhalb der fünf Privilegierten. Im Moment ist das Lotus.

Neun Test-Tage mehr pro Saison

Ferrari will bis zu neun Testtage mehr pro Saison. Der italienische Rennstall will dabei auch seine Hausstrecken Fiorano und Mugello nutzen. Um die kleinen Teams ruhig zu stellen, würde man im Gegenzug auf Windkanalstunden, Computerkapazitäten und Aero-Testtage verzichten. Bei einer Abstimmung unter den Teammanagern fiel der Antrag auf mehr Testfahrten zunächst mit 5:6 Stimmen durch. Mercedes, Lotus, Force India, Williams, Toro Rosso und Caterham waren dagegen.

Weil angeblich nicht alle Fakten auf dem Tisch lagen, wurde ein zweites Mal abgestimmt. Mercedes fiel um. Damit war die erste Hürde genommen. Bernie Ecclestone sprach daraufhin mit den Teamchefs. Grundlage der Neuregelung soll ein modifizierter, viel detaillierter Ressourcen-Reduzierungsplan als bisher sein. Angeblich blieben die Kosten dabei unter dem Strich neutral.

Kostenrechnung ist Augenwischerei

Da sind einige Teamchefs anderer Meinung, und die arbeiten nicht nur bei den kleinen Teams. Sie halten diesen Plan für Augenwischerei. Ein Stimme aus dem Fahrerlager: "Wer neun Tage zusätzlich testet, braucht ein eigenes Testteam. Bei 19 oder 20 Rennen im Jahr und 12 Testtagen vor der Saison kann das die Rennmannschaft unmöglich auch noch stemmen. Ein solches Team kostet fünf bis zehn Millionen Euro extra, egal wie viel man anderswo einspart."

Dazu kommt die Sorge, dass die Ressourcenbeschränkung im Detail gar nicht zu überwachen ist. Die kleinen Teams glauben, dass sich die Großen das genauso ausgedacht haben. "Wer soll das überprüfen? Die FIA hat gar nicht den Apparat dazu. Selbst wenn die FIA einen Aufpasser pro Team abstellen würde, könnte der höchstens zehn Stunden in der Fabrik sein. Und wer garantiert, dass in den anderen zehn Stunden nicht einer den Windkanal anwirft?"

Die kleinen Teams plädieren deshalb für eine Budgetdeckelung. Da gäbe es nur einen Parameter, der kontrolliert werden müsste. Das aber wollen Red Bull und Ferrari nicht. Weil sie dann weniger Möglichkeiten haben, den Kostenreduzierungsplan auszutricksen.

Motorsport Aktuell Marussia - Formel 1 - Test - Barcelona - 3. März 2013 12 Testtage mit Januar-Auftakt in Jerez F1 Tests 2014

In der Formel 1-Saison 2014 gibt es neue Motoren.

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