Streit um Helme

Vettel und Hamilton müssen Helme ändern

Vettel Helm GP USA 2012 Foto: Red Bull 99 Bilder

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel sorgten mit ihren Helmen für Diskussionen. Beide Piloten mussten aus unterschiedlichen Gründen Schriftzüge an ihrem Kopfschutz abkleben. Wir klären auf, warum es Ärger gab.

Der Helm ist das einzige Accessoire, das die Fahrer selbst bestimmen dürfen. Vom reinen Kopfschutz hat sich die bunt lackierte Carbonschale schon längst zum Markenzeichen für die Piloten entwickelt. Immer wieder ändern die Fahrer das Aussehen – mal im Detail, mal das komplette Design. In Austin sorgte das nun gleich in zwei Fällen für Ärger.

Werbung auf dem Helm-Deckel nicht erlaubt

Bei Sebastian Vettel gab es schon nach dem ersten Training Diskussionen. Der Weltmeister, der bekannterweise öfter mal den Look wechselt, ist in Texas mit einem Helm unterwegs, auf dem Holzdielen auflackiert sind. Helmdesigner Jens Munser hatte den Parkett-Look mühsam mit der Airbrush-Pistole aufgetragen.

Am Ende sorgte aber nicht der Holz-Look selbst für Ärger, sondern der Red Bull-Slogan "Gives you Wings", der auf der Oberseite aufgebracht wurde. Er war im ersten Training gut aus der Onboard-Kamera zu erkennen. "Das ist aber verboten. Auf dem Deckel darf keine Werbung stehen", erklärte Helmtechniker Peter Bürger vom Hersteller Arai.

Um weitere Diskussionen zu vermeiden, wurde der Schriftzug im zweiten Training zunächst mit einem schwarzen Tape zugedeckt. Am Abend brachte man dann eine elegantere Lösung an. "In einem Baumarkt gab es Klebefolie in Holz-Optik", grinste Bürger. Nun ist kaum noch zu erkennen, dass der Helm nachträglich modifiziert wurde.

Helm-Motto bei Hamilton sorgt für Aufruhr

Auch bei Lewis Hamilton sorgte ein Schriftzug für Ärger. Der Brite hatte sich auf den Hinterteil die Buchstaben "H.A.M." lackieren lassen. Der Weltmeister von 2008 hatte laut "Bild"-Zeitung schon früher getwittert, dass es sich dabei nicht nur um die Abkürzung für seinen Namen handelt, sondern auch für das Motto: "Hard as a Motherfucker".

Im Zuge der Diskussionen um die Wortwahl der Fahrer, die zuletzt in Abu Dhabi aufgekommen sind, bat McLaren seinen Fahrer mehr oder weniger freundlich darum, die Abkürzung zu überdecken. Wieder wurde Peter Bürger gerufen: "Wir haben hier einfach einen roten Klebestreifen drübergeklebt", so der Arai-Helmexperte über die kleine Notoperation am Samstagmorgen.

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