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Sergey Sirotkin - Renault - GP Russland - Sotschi  - Formel 1 - 28. April 2017
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Sergio Perez - Force India - GP Russland - Sotschi  - Formel 1 - 28. April 2017 88 Bilder

Streit um Motorenangleichung

Drei Motoren innerhalb von drei Zehnteln

Die FIA hat die Leistung der Motoren und ihren Einfluss auf die Rundenzeit nach drei Rennen gemessen. Sie behauptet, drei der vier Motoren lägen innerhalb der geforderten drei Zehntel. Red Bull bezweifelt das.

Es war ein Schachzug, um den von Bernie Ecclestone vor einem Jahr geforderten Einheitsmotor vom Tisch zu bringen. Das aktuelle Motorenreglement wurde unter Verzicht auf dieToken-Regelung bis 2020 festgeschrieben unter der Voraussetzung, dass sich die Leistung der Motoren angleicht. Zu diesem Zweck sollte die FIA in den ersten drei Rennen Messungen vornehmen und den Einfluss der Motorleistung auf die Rundenzeit untersuchen.

Das Ziel war, dass drei der vier Hersteller in der Rundenzeit hochgerechnet auf eine Barcelona-Runde innerhalb von drei Zehnteln liegen sollten. Ansonsten könnte das Motorenreglement in Frage gestellt und wieder vor die Strategiegruppe gebracht werden. FIA-Motorenexperte Fabrice Lom bestreitet in einem Statement den direkten Zusammenhang. Die Motorenangleichung sei kein Muss, sondern ein Ziel. Die FIA wolle mit ihren Messungen den Weg dorthin nur beschleunigen.

Wie wird der Einfluss des Motors gemessen?

Die erste Serie von Messungen ist bereits abgeschlossen. Die FIA-Experten haben anhand sämtlicher Motordaten den Einfluss der Motoren auf eine Barcelona-Runde projeziert. Demnach liegen Mercedes, Ferrari und Renault wie gefordert innerhalb von drei Zehntelsekunden. Honda fällt jedoch komplett aus dem Fenster. „Drei Motoren reichen, um das vorgeschriebene Ziel zu erfüllen“, erklärt Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Force India-Pilot Sergio Perez sagte am Donnerstag brav in die Mikrofone. „Ferrari hat uns von der Motorleistung eingeholt. Und Renault ist nicht mehr weit weg.“ Mercedes wird es gerne gehört haben. Ausnahmsweise passt die kleine Kritik ins Konzept. Mercedes und Ferrari haben kein Interesse an Änderungen im Motorenreglement.

Red Bull zweifelt die Zahlen und die Schlüsse aus den Messungen an. Als Teamchef Christian Horner bei der Strategiegruppen-Sitzung Fabrice Lom fragte, nach welchen Kriterien die FIA misst, bekam er keine Antwort. Es hieß, dass die Experten des Automobilverbands Durchschnittswerte von einer Serie Runden im Rennen als Maßstab heranziehen. Red Bull-Berater Helmut Marko spottete: „Wahrscheinlich von den IN- und OUT-Laps.“ Das ist der Fachjargon für die Runden in die Boxengasse hinein oder aus ihr heraus.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting widerspricht: "Es ist ein hochkomplexer Vorgang, den nicht einmal ich im Detail verstehe. Die vier Motorenhersteller kennen unsere Messmethode, und sie haben ihr vor einem Jahr einheitlich zugestimmt. Es gibt also nichts mehr zu diskutieren."

Nach Red Bulls Einschätzung beträgt die Differenz zwischen den drei Motoren zwischen 5 und 7 Zehnteln. „Das einfachste wäre, in der Qualifikation zu messen. Da ist sichergestellt, dass jeder maximale Leistung abruft.“ Die FIA sieht keinen Anlass, an den Motorenregeln etwas zu ändern. „Es ist nicht Sache der Teams, die Messmethoden anzuzweifeln." Der Verband steht auf dem Standpunkt: Mit immer mehr Gleichteilen und Mindestgewichten für bestimmte Teile werden sich die Motoren automatisch angleichen. Die beste Garantie dafür ist ein stabiles Reglement.“

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