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Streit um Steuerforderungen

Grand Prix Indien in Gefahr

Im nächsten Jahr kommen mit dem GP Russland und dem GP Österreich zwei neue Rennen hinzu. Damit muss ein Rennen weichen. Im Gespräch sind Korea oder Indien. Das Rennen außerhalb von Delhi ist schon in diesem Jahr in Gefahr. Die Behörden wollen, dass die Teams und die Fahrer ein Neunzehntel ihrer Einnahmen in Indien versteuern.

Das Thema ist alt. Zwei Jahre lang haben sich die indischen Behörden und Bernie Ecclestone darüber gestritten, ob die Teams und die Fahrer für ihren Auftritt auf dem Buddh International Circuit Steuern entrichten sollen. Zwei Mal konnte Ecclestone die Forderung abbiegen. Doch diesmal meint es der indische Fiskus offenbar ernst.
 
Für die Fahrer sind Steuerforderungen der einzelnen Finanzämter nichts Neues. Sie müssen in vielen Ländern für ein Neunzehntel ihres Einkommens Quellensteuer bezahlen.

Indischer Fiskus will Einkünfte statt Gewinne versteuern

Für die Teams könnten die Forderungen in Indien aber heftig ausfallen. Denn das indische Finanzamt will nicht die Gewinne der Rennställe versteuern, sondern deren komplette Einkünfte. Und das kann bei Budgets von 70 bis 220 Millionen Euro ins Geld gehen.
 
Würden die Ausgaben mit angerechnet, ginge der Fiskus praktisch leer aus. Die Gewinne eines Formel 1-Teams halten sich in Grenzen. Es wird ausgegeben, was eingenommen wird. Im Fahrerlager erzählt man sich, dass Bernie Ecclestone diesmal hart bleiben will. Bestehen die indischen Behörden auf ihrer Steuerforderung, gibt es in diesem Jahr keinen Grand Prix.

Ecclestone beruhigt die Teams

Bernie Ecclestone versuchte die Teams am Freitag (26.7.2013) zu beruhigen. Der Formel 1-Boss lud die Teamchefs zu einem Meeting, um über den Kalender 2014 zu diskutieren. Dabei kam auch das Thema Indien zur Sprache. "Er hat uns versichert, dass er sich darum kümmert und die Probleme lösen wird", erklärte einer der Anwesenden Teamvertreter.
 
Selbst wenn der Grand Prix von Indien dieses Jahr stattfinden sollte, so gilt er neben Korea für 2014 als einer der ersten Wackelkandidaten. Mit dem GP Österreich und dem GP Russland kommen zwei neue Rennen hinzu. Man wäre dann bei total 21 Veranstaltungen. Die Teams wollen aber nicht mehr als 20 Grand Prix bestreiten, weil sie 2014 unter der Saison acht Tage zusätzlich testen dürfen. 21 Rennen und 20 Testtage wären für die Mannschaften der Overkill.

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