Max Verstappen - GP Mexiko 2016 Red Bull
Lewis Hamilton - GP Mexiko 2016
Sebastian Vettel - GP Mexiko 2016
Verstappen & Ricciardo - GP Mexiko 2016
Force India - GP Mexiko 2016 71 Bilder

Streit um Streckenlimits in Mexiko

"Bei einem Kiesbett keine Debatten"

Die Beteiligten und die Fans reden sich in Rage, ob Max Verstappen beim Abkürzen der ersten Kurve zurecht bestraft wurde oder nicht. Und ob Lewis Hamilton nicht bestraft hätte werden müssen. Juan Pablo Montoya schlägt vor: „Baut ein Kiesbett hin, und die Debatten hören auf.“

Da scheiden sich die Geister. War es ein Vorteil, dass Lewis Hamilton und Max Verstappen in der ersten Kurve nach einem Verbremser durch die Wiese abgekürzt haben? Daniel Ricciardo hat eine klare Meinung: „Wenn das kein Vorteil war, weiß ich nicht mehr, was ein Vorteil ist. Beide gehören bestraft dafür.“ Die Sportkommissare sahen es anders. Verstappen bekam 5 Sekunden aufgebrummt, Hamilton nicht.

Vergessen wir die Kommentare der beiden Fahrer und der beteiligten Teams. Die sehen logischerweise alles durch die eigene Brille und sind dabei wenig objektiv. Es ist ein generelles Problem, das die Formel 1 immer öfter umtreibt, seit neben der Strecke asphaltierte Auslaufzonen dazu einladen, das Limit auch einmal zu überschreiten. „Wenn es keine Strafe dafür gibt, macht das jeder“, sagt Ricciardo.„

Strecke soll strafen, nicht die Sportkommissare

In Mexiko führt der Sturzraum der ersten Kurve nur zum Teil über Asphalt. Der größte Teil ist Wiese. “Auch das ist nicht viel besser, weil du da nicht genug Speed verlierst, wenn du richtig abkürzen kannst„, moniert Ex-Pilot Juan Pablo Montoya. Bernie Ecclestone hat einen pragmatischen Ansatz, der im Zuge einer manchmal übersteigerten Sicherheits-Kampagne nicht mehr realisierbar ist. “Stellt Mauern auf. Dann kürzt auch keiner ab.„

Montoya hat einen anderen Vorschlag: “Baut ein Kiesbett hin, und die Debatten hören auf.„ Auch Ricciardo könnte sich mit Kiesbetten abfinden. “Ich bin ein Fan von Kies. Weil er dich bestraft, auch wenn du nicht steckenbleibst. Du hast dann Steine auf den Reifen oder in den Kühlern. Das klaut dir den Vorteil, den dir das Abkürzen oder die schnellere Linie vielleicht bringt.„

Die TV-Experten Christian Danner und Martin Brundle sind ebenfalls der Meinung, dass ein Verlassen der Strecke mit einer Strafe verbunden sein muss. Aber nicht unbedingt aus dem Raum der Sportkommissare. Die Rennstrecke soll es richten. Kies, Gras, Randsteine, an langsamen Stellen vielleicht auch eine Mauer. „Die gibt es in Monte Carlo ja auch.“

Slalom-Kurs als Alternative

Nico Hülkenberg hat noch eine andere Idee: „Man könnte in der Auslaufzone auch eine enge Gasse aus Pylonen aufbauen, so wie in Monza in der ersten Schikane. Wenn du dich da durchfädeln musst, verlierst du richtig Zeit.“

Die FIA will von Kiesbetten nichts wissen. Sie sind einfach nicht mehr letzter Sicherheitsstandard. Nicht nur, weil ein Auto dort einhaken und sich dabei überschlagen könnte. „Pirelli jammert, weil so viele Steine herumliegen, die ihnen die Reifen beschädigen. Mit Kiesbetten würde das noch schlimmer“, heißt es auf FIA-Kreisen.

Was meinen Sie? Wie sollen die Fahrer bestraft werden, wenn sie die Strecke verlassen und dabei einen Vorteil haben. Sagen Sie uns Ihre Meinung.

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Lasst doch die Fahrer fahren, wo sie wollen. Wenn es jeder macht, hat keiner einen Vorteil.
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