Stunk beim Gruppenfoto

Ecclestone sauer auf Schumi

Formel 1-Gruppenfoto Abu Dhabi 2010 Foto: xpb 25 Bilder

Bernie Ecclestone ist sauer. Sein Ärger richtet sich gegen Michael Schumacher, Timo Glock und Bruno Senna. Der Formel 1-Chef rief zum Gruppenfoto. Alle kamen, nur die drei Fahrer nicht. Von den drei Absenten hatte nur Senna eine plausible Erklärung.

Das Formel 1-Finale ist der Grand Prix der Gruppenfotos. Am Sonntag wird die FIA die 24 Formel 1-Piloten vor der Fahrerparade in Abu Dhabi zum gemeinsamen Foto bitten. Bernie Ecclestone rief die Formel 1-Gemeinde schon am Freitag 15 Minuten nach Ende der zweiten Trainingssitzung zum Familienfoto auf. Und zwar Fahrer und Teamchefs.

Ecclestone-Wunsch ein Befehl

Wenn der Chef ruft, dann ist das für alle ein Befehl. Tatsächlich standen die zwölf Teamchefs Gewehr bei Fuß am Yachthafen, das hell erleuchtete Yas Marina Hotel im Rücken. Aber nur 21 der 24 Fahrer. Michael Schumacher, Timo Glock und Bruno Senna fehlten zunächst unentschuldigt.

Die Gruppe wartete zehn Minuten auf Schumacher. Der saß bereits umgezogen in der technischen Besprechung. "Ich habe ihm gesagt, dass die Fahrer im Overall erscheinen sollten", wehrte sich Ecclestones Adlatus Pasquale Lattuneddu. Mercedes-Teamchef Ross Brawn hantierte mit dem Handy herum, aber sein Fahrer tauchte nicht auf. Es gebe so viele Gruppenfotos an diesem Wochenende, ließ der Superstar über die Mercedes-Presseabteilung ausrichten, da müsse man nicht bei allen anwesend sein.

Schumacher-Absage nicht sehr klug

Schumacher dachte dabei wohl an das offizielle Saisonabschlussfoto der FIA, das seit 20 Jahren immer am Sonntag vor dem letzten Rennen geschossen wird. Ecclestone dagegen organisierte zum ersten Mal einen Fototermin der Formel 1-Familie. Hier geht es auch darum, dass die FOM als Inhaber der kommerziellen Rechte gegen die FIA Flagge zeigen will. Insofern war es wenig klug, dem kleinen Mann abzusagen.

Bruno Senna hatte wenigstens eine akzeptable Entschuldigung anzubieten. Er saß zu der Zeit bei den Sportkommissaren. Die vernahmen den Brasilianer zu dem vermeintlichen Bremstest, den Lewis Hamilton mit dem HRT-Piloten veranstaltet hatte. Timo Glock bedauerte: "Man hat mich falsch informiert. Mir wurde gesagt, das Foto würde am Anfang der Boxengasse gemacht. Ich bin da hingelaufen, aber da war niemand. Als ich endlich herausfand, wo das Foto stattfinden sollte, war der Termin schon zu Ende."

Ecclestone sauer auf Schumi

Bernie Ecclestone zeigte sich angesäuert darüber, dass drei Fahrer seinem Aufruf nicht gefolgt waren. Im Fall Michael Schumacher war der Schumacher-Fan Ecclestone sichtlich gekränkt. "Er war drei Jahre zurückgetreten. Vielleicht hat er vergessen, dass wir am Saisonende solche Dinge veranstalten."

War es klug, das Foto mit Ecclestone zu verweigern? Wahrscheinlich nicht. Die Fahrer vergessen oft, dass sie das viele Geld nur deshalb verdienen, weil Bernie Ecclestone aus der Formel 1 einen Weltsport gemacht hat. Würde sich die Formel 1 heute noch auf dem Niveau der 70er Jahre bewegen, dann wären die Herren Piloten noch nicht mal Millionäre.

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