Super Aguri

Ecclestone als Retter in der Not

Foto: Daniel Reinhard

Super Aguri hat zwar einen seiner Renn-Transporter auf die Reise nach Barcelona geschickt, doch es ist immer noch nicht sicher, ob das angeschlagene Team am kommenden Wochenende beim GP Spanien an den Start gehen kann.

Die Verhandlungen, das Honda-B-Team zu retten, laufen auf Hochtouren. Jetzt hat sich auch Bernie Ecclestone als Vermittler zwischen den Fronten eingeschaltet. Der Formel 1-Chef arbeitet an einer Ersatzlösung, nachdem am Mittwoch (16.4.) bekannt wurde, dass die englische Magma Group mangels Finanzen abgesprungen war. Der von Magma avisierte Investor Dubai International Capital hatte seine Zusage zurückgezogen. Ecclestone hat Erfahrung in der Rettung notleidender Teams. Ohne seine Mithilfe wäre in den vergangenen 20 Jahren schon ein halbes Starterfeld vorzeitig über den Jordan gegangen.

Alternativen gesucht

Damit kamen die Alternativen auf den Plan. Aus Insiderkreisen ist zu hören, dass Ecclestone eine deutsche Lösung favorisiert, weil sie das seriöseste Konzept vorweisen könne. Auch Magma-Chef Martin Leach soll noch einmal einen Vorstoß gewagt haben, möglicherweise in Verbindung mit dem neuen Käufer in spe. Von Leach werden jedoch Garantien verlangt. Magma kommt nur ins Boot, wenn die Gruppe Geld zu dem Deal beisteuern kann.

Nach der Absage aus Dubai ist Honda vorsichtig geworden. Ecclestone steht nun die Aufgabe bevor, zwischen den Parteien zu vermitteln. Honda verlangt Bankgarantien, so dass die nächsten zwei Einsätze von Super Aguri in Barcelona und Istanbul abgesichert sind. Die neuen Investoren wollen eine Zusage, dass Honda dann bis Ende 2009 Chassis und Motoren liefert.

Zwei Millionen fehlen

Ecclestone wiederum ist die erste Adresse, wenn es um die heikle Frage der Kundenautos geht. Nach dem Willen des 77-jährigen Formel 1-Zampanos soll es noch bis Ende 2009 möglich sein, ein komplettes Auto einzukaufen. Erst ab 2010 muss jeder Rennstall sein Auto selbst konstruieren und bauen. Formel 1-Einsätze sind teuer. Um Super Aguri bis zum GP Spanien am Leben zu erhalten, müssen bis Montag rund zwei Millionen Euro gefunden werden.

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