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Lewis Hamilton Formel 3 2004
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Sutil-Prozess

Hamilton sagt Gerichtstermin ab

Lewis Hamilton wird beim Sutil-Prozess wohl doch nicht vor Gericht erscheinen. Obwohl es eine offizielle Vorladung gibt, ließ sich der Engländer entschuldigen. Ein wichtiger McLaren-Termin kam dazwischen.

Adrian Sutil hatte auf die Mithilfe seines alten Freundes aus Formel 3-Zeiten gehofft. Doch Lewis Hamilton wird nun wohl doch nicht am 30. Januar nach München fliegen, um vor Gericht eine Zeugenaussage abzugeben. Der McLaren-Star war am 17. April bei dem Streit im Shanghaier Mint-Club direkt dabei und sollte Sutil im Prozess eigentlich entlasten.

Hamilton hat wichtige McLaren-Termine

Der Force India-Pilot hatte damals den Mitbesitzer des Renault-Teams, Eric Lux, mit einem Champagnerglas am Hals verletzt. Nun muss vor dem Münchner Amtsgericht geklärt werden, ob Sutil dabei schwere bzw. fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen werden kann, oder ob der 29-Jährige aus Notwehr handelte.

Um die Sachlage zu klären, schickte die zuständige Richterin eine Vorladung an Lewis Hamilton nach England. Ursprünglich hatte der Pilot seine Kooperationsbereitschaft erklärt. Doch nun kann oder will er wohl doch nicht mehr dabei helfen, den Fall aufzuklären. Wie die "BBC" berichtet, hat er seine Zeugenaussage wegen wichtiger Termine für sein McLaren-Team abgesagt.

Um welche Termine es sich dabei handeln könnnte, ist nicht bekannt. Aktuell befindet sich Hamilton zur Vorbereitung auf die neue Saison in den USA. Die Vorstellung des neuen McLaren MP4-27 ist erst für den 1. Februar - also einen Tag nach der Verhandlung - in der Fabrik im englischen Woking geplant. Einige Experten hatten allerdings schon bei Bekanntwerden der Vorladung befürchtet, dass Hamilton nicht in München auftauchen wird.

Plötzliche Absage kommt nicht überraschend

Auf Nachfrage von auto motor und sport konnte das Gericht die Absage am Dienstag (24.1.) allerdings noch nicht bestätigen. Sollte der Weltmeister von 2008 tatsächlich nicht abkömmlich sein, muss die zuständige Richterin klären, ob die Entschuldigung akzeptabel ist. Wird die Entschuldigung Hamiltons nicht akzeptiert, droht Hamilton ein Ordnungsgeld.

Wird die Zeugenaussage als besonders wichtig eingeschätzt, oder macht der Verhandlungsverlauf eine Aussage Hamiltons notwendig, kann der Vorladungstermin auch noch einmal verschoben werden.

Dass der McLaren-Pilot bei seiner nächsten Einreise automatisch festgehalten und befragt wird, ist wegen des zeitlichen Ablaufs unwahrscheinlich. Der Prozess ist nur auf zwei Verhandlungstage festgesetzt und könnte höchstens für zehn Tage unterbrochen werden. Wenn die Formel 1 im Juli in Hockenheim zu Gast ist, dürfte das Urteil gegen Sutil schon lange feststehen.

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