Sutil vs. Alguersuari

Heißes Trainingsduell bei 330 km/h

Jaime Alguersuari Foto: xpb 66 Bilder

Jaime Alguersuari entkam im Freien Training von Monza nur knapp einem Highspeed-Abflug. Beim Versuch Adrian Sutil zu überholen, rödelte der Toro Rosso-Pilot bei mehr als 300 km/h übers Gras. Beide Piloten warfen sich anschließend gegenseitig eine zu aggressive Fahrweise vor.

Schon im Freien Training wurde in Monza mit harten Bandagen gekämpft. Als hätten die Piloten mit den schwierigen Bedingungen auf der noch rutschigen Piste nicht genug zu tun, wurde auch gegeneinander um jeden Zentimeter Asphalt gestritten. Besonders eng ging es im Duell Jaime Alguersuari gegen Adrian Sutil zu.

Alguersuari verhindert Abflug mit 300 km/h

Als der Toro Rosso auf der Zielgerade von hinten angeschossen kam, versuchte der deutsche Force India-Pilot die Innenseite zu blockieren. Da war sein spanischer Kontrahent allerdings schon längsseits gezogen. Als Alguersuari die Straße ausging, blieb nur noch das Ausweichen auf die Wiese, um eine Kollision zu verhindern.

Der spanische Youngster hatte alle Hände voll zu tun, sein Auto bei mehr als 300 km/h heil wieder zurück auf den Asphalt zu befördern. Seinem Gegner schickte er ein paar eindeutige Handzeichen hinterher. "Das war total unnötig im Freien Training", schimpfte Toro Rosso-Teamchef Franz Tost auf Sutil. "Er ist immer weiter nach rechts gefahren und hat Jaime von der Strecke gedrückt. Die Aufregung war auf jeden Fall gerechtfertigt."

Zu hartes Manöver für Freies Training

Auch sein Schützling zeigte kein Verständnis für die Aktion. "Ich möchte keine Polemik aufkommen lassen. Aber wenn er so etwas im Rennen macht, sollte er dafür eine Strafe bekommen. Sein Manöver war einfach zu aggressiv", klagte der Spanier. "Ich war schneller als er und war schon in der besseren Position", beschreibt der Pilot die Situation aus seiner Sicht. "Ich habe mich auch nicht bewegt. Und dann ging es immer weiter auf das Gras zu. Und das bei hoher Geschwindigkeit. Ich musste voll in die Eisen."

Alguersuari unterstellte Sutil nicht, dass er ihn absichtlich auf die Wiese gedrückt hat. "Er wollte wohl einfach seine Position verteidigen. Aber wenn man sowas im Freien Training macht, dann ist das etwas dumm."

Sutil sieht Schuld bei Alguersuari

Sutil konnte die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Er sieht die Schuld nicht bei sich, sondern bei Alguersuari. "Ich habe gar nicht gesehen, dass er im Gras war. Ich wollte meine Runde gerade beginnen und habe klar angezeigt, dass ich innen bin. Es gab eigentlich keinen Grund für ihn, da solch ein Risiko zu gehen."

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