Williams - T-Flügel - 2017 ams
Renault - T-Flügel - F1-Technik - GP Monaco 2017
Renault - T-Flügel - F1-Technik - GP Monaco 2017
Force India - T-Flügel - F1-Technik - GP Monaco 2017
Force India - T-Flügel - F1-Technik - GP Monaco 2017 44 Bilder

F1 Technik T-Flügel

Ein bis zwei Prozent mehr Abtrieb

T-Flügel kommen in Mode. In Monte Carlo hatte sie jeder. Selbst in Montreal fuhren die meisten Teams mit dem Kleiderbügel am Ende der Airbox. Was bringen diese T-Flügel eigentlich?

Eigentlich sollte es diese T-Flügel gar nicht geben. Doch beim Schreiben des 2017er Reglements übersah die FIA, dass im Bereich der Hinterachse 95 Zentimeter über der Referenzebene ein 5 Zentimeter tiefer und 80 Zentimeter breiter Streifen grüner Zone übrig geblieben war. Mit anderen Worten. Dort durften die Aerodynamiker Verkleidungsteile anbringen.

Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 8. Juni 2017
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Ferrari hat verschiedene Versionen im Angebot.

Und die griffen dankbar zu. Mercedes, Ferrari, Williams und HaasF1 hatten schon bei ihren Präsentationsmodellen T-Flügel an Bord. Mercedes hatte sie als einziges Team auf einem dünnen Steg hinter der Airbox montiert. Ferrari und der Rest verbinden sie direkt mit der Airbox-Flosse. Sie sind so filigran, dass man in der Gesamtansicht zwei Mal hinschauen muss, um sie überhaupt wahrzunehmen. Nachdem bei Mercedes zwei Mal so ein Flügel abbrach, verordnete die FIA beim GP Spanien schärfere Bestimmungen für die Steifigkeit dieser Abtriebshilfen.

Williams testete eine ganze Kaskade im Windkanal

Es dauert nicht lange, da hatten sie alle kopiert. In Monte Carlo fuhr nicht ein Auto ohne das Teil. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen. Toro Rosso einfach, Sauber, Williams, Red Bull, McLaren, HaasF1 doppelt, Force India und Renault gar als Triple. Mercedes, Ferrari und neuerdings auch Force India wechseln je nach Strecke zwischen einem, zwei oder Elementen hin und her.

Der frühere Williams-Technikchef Pat Symonds, heute in Diensten des TV-Senders Sky, erzählt uns: „Ich wundere mich, dass es nicht noch mehr Elemente sind. Wir hatten letztes Jahr bei Williams eine Lösung mit einer ganzen Kaskade von Flügel in dem Bereich im Versuch.“

Force India - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 8. Juni 2017
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In Montreal kam Force India mit einem kleineren T-Flügel.

In Montreal rüsteten die Teams wegen des schnellen Streckenlayouts wieder auf ein Element zurück oder verzichteten wie Renault ganz darauf. Williams zeigte eine Lösung, die man vom Prinzip von den Frontflügel-Flaps her kennt. Man schlitzte das Element, aber nicht auf voller Breite. Auch bei den Endplatten der Flügelchen oder der Verbindung der Mehrfach-Versionen an den Enden sieht man viele unterschiedliche Lösungen. Das soll Verwirbelungen verhindern, die sich auf den Heckflügel negativ auswirken könnten.

Doch was bringt der Flügel in luftiger Höhe? Gemessen an seinen bescheidenen Dimensionen erstaunlich viel. Die Ingenieure sprechen von zwei bis sechs Punkten Abtrieb, je nach Ausführung. Zwei bei einem Element, sechs bei drei. Zur Erinnerung. Drei Punkte entsprechen ungefähr einem Prozent Anpressdruck, bezogen auf das Gesamtauto.

Ganz ohne Luftwiderstand geht es nicht. Kommen beispielsweise vier Punkte Abtrieb dazu, erhöht das den Luftwiderstand um zwei Punkte. Sauber und Williams haben auch weiter unten im Bereich des Getriebes Mini-Flügel montiert. Sie sind nur dazu da, die Luft an gewünschte Stellen zu leiten, geben aber keinen Abtrieb. 2018 ist der Spuk wieder vorbei. Airbox-Segel und T-Flügel sind dann verboten.

In der Galerie zeigen wir Ihnen die verschiedenen T-Flügel-Varianten in der Übersicht.

Motorsport Aktuell Ferrari - T-Flügel - F1-Technik - GP Monaco 2017 Technik-Upgrades GP Monaco T-Flügel wuchern immer extremer

Im kommenden Jahr sind die T-Flügel am hinteren Ende des Airbox-Segels...

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