Lewis Hamilton - GP Frankreich 2021 Lewis Hamilton - GP Frankreich 2021
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Frankreich 2021
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Frankreich 2021
Verstappen & Perez - Red Bull - Formel 1 - GP Frankreich 2021
Sebastian Vettel - Aston Martin - Formel 1 - GP Frankreich 2021 48 Bilder

Taktikcheck GP Frankreich 2021

Taktikcheck GP Frankreich 2021 Wo sind die 1,5 Sekunden hin?

Der GP Frankreich wurde beim Boxenstopp entschieden. Lewis Hamilton verlor die Führung, weil er den Undercut von Max Verstappen nicht abwehren konnte, obwohl er ihn hätte abwehren müssen. In der Rechnung fehlen 1,5 Sekunden.

Dieser Grand Prix von Frankreich gab viele Rätsel auf. Red Bull hat ihn mit einer alten Mercedes-Taktik gewonnen. Sie hat Max Verstappen möglicherweise den Sieg gerettet, Mercedes aber nicht das Rennen gekostet. Hört sich nach einem Widerspruch an, ist aber keiner. Genauso wie die Antwort auf die Frage, ob Mercedes beim Boxenstopp von Lewis Hamilton eine Runde zu lange gewartet hat. Eigentlich nein, denn der Undercut von Verstappen hätte nie funktionieren dürfen. Hat er aber.

Um all die offenen Fragen zu beantworten, muss man eines wissen: Der Red Bull RB16B-Honda und der Mercedes W12 waren an diesem Tag unter dem Strich gleichwertige Autos. Die Position auf der Strecke bestimmte den Ton. Wer vorne fuhr, hatte den Vorteil, weil er dem Verfolger die Reifen ruinierte. Man sah es im ersten Stint, als Verstappen nach 14 Runden abreißen lassen musste. Und man sah es im zweiten, als Hamilton ab Runde 30 Boden auf Verstappen verlor. Es war die elfte Runde nach dem Boxenstopp.

Red Bull hatte über das ganze Rennen einen entscheidenden Vorteil. Die Autos waren schneller auf den Geraden. Mit DRS deutlich, ohne DRS knapp. Damit waren Mercedes taktisch die Hände gebunden. Man musste fürchten, dass man auf der Strecke bei ähnlich gutem Reifenzustand entweder gar nicht oder nur sehr schwer an seinem Gegner vorbeikommt. Sieg oder Niederlage musste also an den Kommandoständen entschieden werden. Hier eine Übersicht der Top-Speed-Werte:

mit DRS:

Fahrer Top-Speed
Verstappen 337,0 km/h
Perez 336,4 km/h
Bottas 321,2 km/h
Hamilton 320,7 km/h

ohne DRS:

Fahrer Top-Speed
Perez 290,9 km/h
Verstappen 285,1 km/h
Hamilton 285,1 km/h
Bottas 282,4 km/h

Darum klappte der Bottas-Undercut nicht

Der Schlüsselmoment dieses Rennen war der Boxenstopp. Das räumen auch die Mercedes-Strategen ein: "Wenn Lewis vor Max rausgekommen wäre, hätten wir das Rennen gewonnen." Doch war jetzt das Timing falsch, ist Mercedes ein Rechenfehler unterlaufen, oder sind auf dem Weg in die Box und wieder raus Fehler gemacht worden, die man so nicht einkalkulieren konnte?

Mercedes machte mit Valtteri Bottas in Runde 17 den Anfang. In der Runde davor lag Hamilton 2,784 Sekunden vor Verstappen, 5,483 Sekunden vor Bottas und 10,003 Sekunden vor Sergio Perez im zweiten Red Bull. Verstappen und Bottas trennten also 2,699 Sekunden. Das war den Versuch des Undercuts wert. So konnte man schon mal ausprobieren, was der frühere Boxenstopp bringt und Red Bull zu einer Reaktion zwingen. Außerdem meldete Bottas bereits Reifenvibrationen. "Das hat uns irgendwie auch in diesen Stopp gezwungen", gab Chefingenieur Andrew Shovlin zu.

Verstappen wehrte den Undercut mit seinem Boxenstopp in Runde 18 relativ locker ab. Sein Vorsprung danach betrug 1,712 Sekunden. Er hatte damit nur 0,984 Sekunden eingebüßt. Bei den Teams geht es noch etwas genauer. Die sehen dank GPS-Analyse die Abstände in Echtzeit, also auch zu dem Zeitpunkt, an dem der Fahrer die Boxeneinfahrt und -ausfahrt passiert. Da hat sich das Bild zu den Zielstrichpassagen in den Runden davor und danach schon wieder etwas verschoben.

Valtteri Bottas - GP Frankreich 2021
Valtteri Bottas - GP Frankreich 2021
Valtteri Bottas kam als erster Pilot aus dem Spitzen-Trio an die Box.

Bei Bottas gegen Verstappen ergab sich aus Sicht von Mercedes folgende Konstellation: "Valtteri hat nur 1,1 Sekunden auf Verstappen gutgemacht. Sein Rückstand ist von 2,5 auf 1,4 Sekunden geschrumpft. Wir wussten, dass der harte Reifen ein bisschen Zeit brauchte, um auf Temperatur zu kommen. Deshalb sollte man auf der OUT-Runde nach unseren Berechnungen auch nicht dramatisch viel Zeit gutmachen können. Wir sagten uns also: Wenn Valtteri mit weniger Rückstand Max nicht undercutten kann, kann es auch Max gegen Lewis nicht."

Zum Nachrechnen noch einmal der Vergleich der IN-Runden und der Zeit, die in der Boxengasse liegenblieb. Man sieht, dass Verstappen trotz älterer Reifen eine starke Runde vor dem Boxenstopp fährt. Er gewinnt über eine Sekunde auf Bottas. In der Boxengasse sind es sieben Zehntel. Da Bottas unter dem Strich Zeit gutmacht, profitiert er von seiner OUT-Runde auf den frischen Reifen. Aber eben nicht genug, um den Gesamtrückstand wettzumachen.

  Boxenstopp In-Runde Boxengasse
Bottas Runde 17 1.59,129 min 30,572 s
Verstappen Runde 18 1.58,099 min 29,803 s

Warum wartet Mercedes mit Hamilton?

Alle erwarteten, dass Hamilton seinem Teamkollegen eine Runde später zum Reifenwechsel folgen würde. Doch Mercedes ließ den Weltmeister auf der Strecke. Stattdessen bog Verstappen in Box ab, um sich gegen Bottas abzusichern. Die Theorie, dass Hamilton bei einem gleichzeitigen Boxenstopp mit Verstappen die Führung behalten hätte, ist zwar richtig, doch es ist nicht gesagt, dass Verstappen dann dem WM-Gegner in die Box gefolgt wäre. Es hätte ihm ja nichts genutzt. Bei Mercedes ging man davon aus, dass Red Bull dann genau das Gegenteil gemacht und Verstappen wie Perez auf einen langen ersten Stint geschickt hätte.

Es gab eine Reihe von Gründen, warum Mercedes genau das verhindern wollte und Verstappen den Vortritt ließ. Erstens der Vorsprung von Hamilton auf Verstappen, der zwischen Runde 16 und 17 noch einmal von 2,784 auf 3,104 Sekunden anwuchs. Dann die Erfahrung mit Bottas, dass dessen Undercut-Versuch trotz geringerem Delta nicht gefruchtet hatte. Dann die Angst, Red Bull könnte beide Autos lang schicken und bei einem Safety-Car den Joker ziehen. Und schließlich die unzureichende Datenlage über die Haltbarkeit der harten Reifen. Die Sorge um die Reifen war nicht unberechtigt. Wie das Rennen noch zeigen sollte, brachen die harten Gummis bei Bottas drei, bei Hamilton zwei Runden vor Schluss ein.

Doch lassen wir einen vom Mercedes-Kommandostand sprechen: "Wir hatten mit Lewis ein Polster von mehr als drei Sekunden und dachten, dass uns das vor einem Undercut schützt. Bei Valtteri hat weniger nicht gereicht. Wenn du deine beiden Autos früh stoppst, lässt du dem Gegner die Möglichkeit offen, lang zu fahren und bei einem Safety-Car zu profitieren. Wir wussten auch nicht genau, wie lange die harten Reifen halten würden. Du setzt dich dem Risiko aus, dass sie bei beiden Autos am Ende einbrechen. In diesem Szenario lässt du lieber deinem Gegner den Vortritt."

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Frankreich 2021
xpb
Vor den Boxenstopps konnte sich Hamilton um 3,1 Sekunden von Verstappen absetzen. Bottas war dahinter deutlich näher dran.

Wo holte Verstappen seine Zeit?

Die spannendste aller Fragen ist, wo Hamilton seine Zeit auf Verstappen verliert. In der ganzen Rechnung fehlen 1,5 Sekunden, wenn man auf die Daten der offiziellen Zeitnahme angewiesen ist. Im Vergleich der IN-Runden lässt Hamilton 0,585 Sekunden liegen. Zwischen den Messpunkten eingangs und ausgangs der Boxengasse sind es 0,460 Sekunden. Macht in Summe 1,045 Sekunden. Wenn man nun die OUT-Runden von Verstappen und Bottas miteinander vergleicht, dann war der Holländer nicht dramatisch viel schneller. Da stehen 1.39,966 gegen 1.40,235 Minuten. Also muss aufgrund dieser Kalkulation immer noch gelten: Was Bottas nicht geschafft hat, konnte auch Verstappen nicht schaffen.

Hat er aber doch. Und das obwohl Hamilton von Renningenieur Pete Bonnington auf dem Weg zur Boxenausfahrt die Information bekam, dass er noch 1,5 Sekunden vorne liegt. Das war keine Ansage aus dem Bauch heraus, sondern das, was das Mercedes-Strategieprogramm anhand der GPS-Positionen und des Speeds anzeigte. Da mussten eigentlich alle Zeitverluste auf der IN-Runde, beim Boxenstopp und Gewinne auf Verstappens OUT-Runde bis zu diesem Moment schon mit drin gewesen sein. Waren sie aber nicht. Die Analyse der Zeitprotokolle ergab, dass Hamiltons Vorsprung an der SC1-Linie nur noch einen Vorsprung von 0,1 Sekunden hatte. Von dort bis zum Bremspunkt sind es 200 Meter.

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Frankreich 2021
Red Bull
Die Standzeiten von Hamilton und Verstappen waren fast identlisch. Trotzdem verlor Hamilton eine halbe Sekunde in der Boxengasse.

Das führt zur Frage aller Fragen: Wohin sind die 1,5 Sekunden verdampft, die wir uns anhand der offiziellen Zahlen nicht erklären können? Zunächst schwirrten viele Theorien durch den Raum. Zum Bespiel die, dass Hamilton beim Beschleunigen an der Boxenausfahrt zu wild aufs Gas gestiegen ist und deshalb für geschätzt 200 Meter Schlupf gehabt hat. Vielleicht war der Weltmeister auch von Boningtons beruhigender Nachricht eingelullt und hat die erste Kurve zu früh angebremst um mit den noch kalten Reifen nichts zu riskieren. Der Alarm am Funk, dass Verstappen schon längsseits liegt, kam jedenfalls zu spät.

Bei der Analyse des Undercuts kam Mercedes zu einem anderen Schluss. Demnach haben drei Faktoren dazu geführt, dass die 3,1 Sekunden Vorsprung nicht gereicht haben. Ein Schlüssel war, dass die OUT-Runde von Verstappen unerwartet schnell war. Dann hat Verstappen in der Einfahrt in die Boxengasse, in dem noch nicht das Tempolimit galt, deutlich Zeit auf seinen Gegner gutgemacht hat. Außerdem hatte Hamilton beim Beschleunigen nach dem Boxenstopp zu viel Schlupf. Die Techniker haben den Zeitverlust zu Verstappen nach Durchsicht aller Daten so aufgesplittet: Hamilton verlor 2,4 Sekunden auf der Strecke und 0,7 Sekunden in der Boxengasse.

  Boxenstopp In-Runde Boxengasse
Verstappen Runde 18 1.58,099 min 29,803 s
Hamilton Runde 19 1.58,684 min 30,263 s

Nur Verstappen profitiert von zwei Stopps

Ab da war das Rennen für Mercedes praktisch verloren. Hamilton ahnte das wohl. Deshalb nahm er Verstappen neun Runden lang unter Beschuss, acht davon immer im DRS-Bereich. Er wollte und musste an seinem WM-Rivalen auf der Strecke vorbei, sonst konnte er dieses Rennen abschreiben. Die Attacke aber fiel ihm im Finale auf den Kopf. "Die Vorderreifen haben beim Hinterherfahren zu stark gelitten. Deshalb konnte Verstappen nach elf Runden wegziehen. Vielleicht war das unser zweiter Fehler. Wir hätten Lewis sagen sollen, dass er eineinhalb Sekunden Abstand lassen soll. Dann hätten seine Reifen länger überlebt", gaben die Ingenieure zu.

Als dann Verstappen in der 32. Runde freiwillig seine Führung abgab und wieder zurück auf Medium-Reifen wechselte, rieben sich alle verwundert die Augen. Diese Taktik hätte man von Mercedes erwartet, nicht aber von Red Bull. Doch Mercedes hatte sie gar nicht auf der Rechnung. Weil sie weder für Hamilton noch für Bottas funktioniert hätte. Weil sie nur für Verstappen aufgehen konnte. Deshalb war er neben Charles Leclerc auch der einzige, der sich darauf eingelassen hat.

Verstappen hatte die Aufgabe in 21 Runden einen Rückstand von 18,1 Sekunden aufzuholen. Red Bull prophezeite seinem Piloten, dass er das bis fünf Runden vor Schluss schaffen könnte. Da ist auch psychologische Kriegsführung dabei. Der Fahrer soll spüren, dass es möglich ist. Tatsächlich mussten die Strategen im Team noch die Graining-Phase mit einrechnen, die alle Medium-Reifen hatten. Deshalb knabberte der spätere Sieger zwischen den Runde 43 und 46 nur wenig von seinem Defizit ab.

Red Bull - Formel 1 - GP Frankreich 2021
Wilhelm
Red Bull wollte Mercedes mit dem zweiten Stopp zuvorkommen. Die Frage lautet, ob Mercedes wirklich den Zweistopper gewagt hätte.

Für eine Zweistopp-Strategie brauchte man ein Auto, das überholen kann und einen Mitspieler, der das gegnerische Team davon abhält, das gleiche zu tun. Sergio Perez war zum ersten Mal in dieser Saison der perfekte Manndecker des Chefpiloten im Team. Der Mexikaner lag ständig im Boxenstopp-Fenster der Silberpfeile. Er hatte seinen Boxenstopp bis Runde 24 hinausgezögert und damit nicht nur frischere Reifen als die Mercedes-Piloten. "Er hat uns auch signalisiert, dass er seine Reifen auch im zweiten Stint gut in Schuss halten würde. Damit wussten wir, dass wir an ihm nicht so leicht vorbeikommen. Wir hätten erst ihn, dann noch Verstappen überholen müssen", räumte man im Mercedes-Lager ein.

Es gab nur die Option: Abwarten und beten

Dazu war die Situation nicht so eindeutig wie in Barcelona. "Diese Taktik funktioniert nur, wenn beim anderen Auto die Reifen früh abbauen. Wir wussten, dass der Zusammenschluss selbst unter besten Bedingungen erst kurz vor Ende stattfinden würde."

Außerdem traute sich Mercedes den Undercut nicht zu. Verstappen hatte in Runde 31 schon 2,241 Sekunden Vorsprung. Mit steigender Tendenz. Pro Runde machte der WM-Spitzenreiter eine halbe Sekunde auf Hamilton gut. "Wenn Max uns kontert und er vor uns rauskommt, haben wir gar nichts gewonnen. Wenn er draußen bleibt, hat er das Safety-Car-Fenster auf uns." Deshalb blieb Mercedes nur die Option: Abwarten und beten, dass die Reifen halten.

Ein Fehler war es im Rückblick, dass Bottas nicht auf die schnellste Runde angesetzt wurde. So hätte man Verstappen noch einen WM-Punkt klauen können. "Wir dachten Perez bekommt eine Fünfsekunden-Strafe. Sein Überholmanöver außerhalb der Strecke wurde untersucht. Wir dachten, die fünf Sekunden schaffen wir. Es war nicht klug von uns. Zu dem Zeitpunkt, als wir die Entscheidung trafen, lag Valtteri bereits 3,4 Sekunden zurück. Und er hatte Nachzügler vor sich." Am Ende hätte auch eine Strafe nichts genutzt. Der Abstand im Ziel betrug 5,8 Sekunden.

Lewis Hamilton - GP Frankreich 2021
Lewis Hamilton - GP Frankreich 2021
Zwei Runden vor Schluss ging die riskante Strategie von Red Bull auf.

McLaren fährt zweigleisig gut

Das Dilemma, in dem Mercedes steckte, fand im Verfolgerfeld seine Wiederholung. McLaren zeigte es mit seinen beiden Fahrern. Da funktionierte sowohl der Undercut als auch der Overcut. Weil man ein Auto hatte, das schnell auf der Gerade war und seine Reifen schonte. Fast wie Red Bull, wo sich für Verstappen die Zweistopp-Strategie auszahlte, während Perez mit einem Stopp Erfolg hatte.

McLaren schickte Daniel Ricciardo gegen Carlos Sainz und Pierre Gasly in den Undercut. Der Australier stoppte eine Runde früher bei einem Rückstand von 2,368 Sekunden auf Sainz und 1,055 Sekunden auf Gasly. Danach lag Ricciardo vor dem Ferrari und dem Alpha Tauri. Während sich der Positionswechsel gegen Gasly aufgrund der IN-Runde und der Boxenzeit leicht erklären lässt, gibt es im Vergleich zu Sainz auch eine Erklärungslücke von 0,931 Sekunden. Eigentlich hätte der Spanier noch vorne liegen müssen. Hier die Zahlen zum Nachrechnen:

  Boxenstopp In-Runde Boxengasse
Riccardo Runde 16 2.00,026 min 29,951 s
Sainz Runde 17 2.00,880 min 30,534 s
Gasly Runde 17 2.01,423 min 30,781 s

Mit Lando Norris kopierte McLaren die Perez-Strategie. Der Engländer hielt bis Runde 24 durch und blies dann auf nahezu frischen Medium-Reifen zum Sturm. Norris überholte in sieben Runden sieben Autos und tilgte dabei noch einen Rückstand von sieben Sekunden auf Charles Leclerc. McLaren räumte mit dieser Doppelstrategie 18 Punkte ab.

Ferrari ging leer aus. Und das von den Startplätzen 5 und 7. Die zuletzt so starken roten Autos liefen in die gleiche Falle wie in Portimao. Nach drei, vier guten Runden zu Beginn der Stints baute speziell links vorne der Reifen ab. Auf beiden Gummimischungen. Starkes Körnen lässt darauf schließen, dass Innen- und Außentemperatur des Reifens nicht harmonierten. Auch andere gingen durch eine Phase des Körnens, doch nirgendwo war es so schlimm wie bei Ferrari.

Noch ein Wort zu Alpine. Dort sah es nach dem ersten Stint bitterböse aus. Fernando Alonso war nach einem erneut starken Start schon aus den Punkterängen gerutscht, und Esteban Ocons erster Stint auf den harten Reifen gab nicht gerade zur Hoffnung Anlass, dass es für Alonso mit den harten Reifen vorwärts gehen würde.

Doch dann drehte der Spanier auf und holte in 33 Runden einen 11-Sekunden-Rückstand auf Ricciardo und Gasly auf. Alonsos Pech war, dass Ricciardo dem Alpha Tauri vor ihm DRS spendete. Sonst hätte sich der Alpine-Pilot in den letzten Runden noch beide geschnappt. Bei freier Fahrt war er fünf bis sieben Zehntel pro Runde schneller.

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