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Tankstopp-Diskussion

Teams legen Gegenargumente vor

Das geplante Comeback der Tankstopps in der Formel 1 könnte schon bald gestoppt werden. Nach reiflicher Überlegung äußerten die Teams Bedenken. Im nächsten Treffen der Strategiegruppe sollen alle Argumente gegen die Wiedereinführung auf den Tisch gelegt werden.

Es war ein Wunsch der Rechteinhaber. CVC-Chef Donals Mackenzie verspricht sich von Tankstopps eine bessere Show. Bernie Eclestone unterstützte den Wunsch. Die FIA tolerierte ihn. Die Teams stimmten in der Strategiegruppe mehrheitlich dafür, merkten dann aber, dass sie nicht gründlich genug über das Thema nachgedacht hatten.

Zuhause warnten die Strategieexperten ihre Teamchefs, dass die Rennen durch Tankstopps berechenbarer würden, dass es weniger unterschiedliche Strategien geben würde und mit 50 Prozent weniger Überholmanövern zu rechnen sei.

Nachtanken sorgt für 50 Prozent weniger Überholmanöver

Als FIA-Rennleiter Charlie Whiting in Monte Carlo die Meinung der Teammanager zu dem Thema abklopfte, war er über das negative Echo überrascht. Deshalb bat er die Sportdirektoren ihm bis zum GP Kanada eine Liste von Gründen aufzustellen, warum ihrer Meinung nach Tankstopps die Show nicht verbessern, sondern nur die Kosten nach oben treiben.

Die Teammanager reichten die Liste der Bedenken bei einem Treffen in Montreal an FIA-Rennleiter Charlie Whiting weiter. Der wird die Einwände bei der nächsten Strategiegruppen-Sitzung vorbringen. Dann soll anhand der neuen Erkenntnisse noch einmal über Tankstopps abgestimmt werden. Da es sich um eine Änderung für 2017 handelt, ist noch bis Februar 2016 Zeit, eine Entscheidung auf Mehrheitsbeschluss zu treffen.

Die zusätzlichen Kosten von Tankstopps von rund 1,5 Millionen Euro pro Team waren übrigens kein Thema, wie Force India-Teammanager Andy Stevenson erklärt: "Alle waren sich einig: Wenn es die Show wirklich verbessern würde, wären diese Extrakosten gerechtfertigt."

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