Foto: Daniel Reinhard

Teams schwänzen FIA-Treffen

Außer Ferrari wird kein Team an dem von FIA-Präsident Max Mosley für den 15. April angesetzten Treffen zur Zukunft der Formel 1 teilnehmen. Die Abtrünnigen arbeiten lieber an ihrem eigenen Zukunftsentwurf der Königsklasse.

Wie schon am 28. Januar werden Max Mosley und Ferrari-Teamchef Jean Todt allein am Tisch sitzen, um über die Zukunft der Formel 1 zu verhandeln. Die restlichen neuen Teams und fünf Motoren-Hersteller trafen sich stattdessen bereits am 7. April, um den Plan einer eigenen Rennserie weiter auszuarbeiten.

"Es war wieder ein gutes Meeting", sagte BAR-Gerschäftsführer Nick Fry gegenüber dem Online-Dienst "Autosport-Atlas". Fry ist zusammen mit McLaren-Kollege Martin Whitmarsh federführend für die neuen Pläne. Damit Fry für die Gegen-Formel 1 mehr Zeit hat, stellte das Team zur Entlastung Ex-Rennfahrer Gil de Ferran als Sportlichen Direktor ein.

Konzept bis August

Fry sagt, die Arbeiten der vier eingesetzten Arbeitsgruppen zur Erstellung eines sportlichen und technischen Reglements sowie eines Vermarktungskonzepts kämen gut voran, allerdings werde es noch einige Monate dauern, bis das Programm abgearbeitet sei. Spätestens im August will man ein vorzeigbares Konzept haben und dies Max Mosley und Formel 1-Vermarkter Bernie Ecclestone vorzulegen.

Um sich nicht in die Karten schauen und in die Parade fahren zu lassen, arbeiten die meuternden Teams bis dahin nicht mit der FIA zusammen. FIA-Chef Mosley war im Januar noch optimistisch, dass sich der Wirbel legt. "Ich glaube, die haben gerade ihre Trotzphase", sagte der Engländer.

Undurchsichtige Interessen

Mit dem erneuten Boykott steigt die Undurchsichtigkeit des Geschehens auf einen neuen Höhepunkt. Erst in der vergangenen Woche sandte Toyota den anderen Herstellern einen Brief, in dem man seine Ablehnung zu einer Konkurrenz-Serie zum Ausdruck brachte. Auch Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz plädierte bereits öffentlich für das Verbleiben der aktuellen Formel 1.

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