Max Verstappen - GP Russland 2017
Romain Grosjean & Jolyon Palmer - GP Russland 2017
Valtteri Bottas - GP Russland 2017
Vettel & Bottas - GP Russland 2017
Valtteri Bottas - GP Russland 2017
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Technik-Ärger bei Red Bull

Das Verstappen-Wunder

Eine Stunde vor dem Start schien Verstappens GP Russland bereits zu Ende. Zwei Mal leckte die Wasserpumpe. Wie durch ein Wunder hielt das Auto durch. Dafür traf es Ricciardo mit dem gleichen Bremsproblem, das Verstappen in Bahrain stoppte.

Mercedes und Ferrari fahren in einer anderen Welt. Im Training hängten sie Red Bull um 1,7 Sekunden ab. Im Rennen fehlte Max Verstappen nach 52 Runden eine volle Minute auf den Sieger. Das macht 1,15 Sekunden Zeitverlust pro Runde. Red Bull hofft, dass der Leidensweg ab dem GP Spanien ein Ende hat. Das große Chassis-Upgrade soll die Lücke zu den Spitzenteams schließen. Wenn da nicht Renault und seine Motorprobleme wären.

Beide Red Bull-Piloten hatten vor dem vierten WM-Lauf bereits ihr zweites Motorpaket bekommen. Am Samstagabend entdeckten Renault-Techniker anhand der Daten, dass Verstappens V6-Turbo verdächtig nahe an der Klopfgrenze fuhr. Ein Renneinsatz erschien zu riskant. Klopfen kann den Motor total zerstören.

Wasserpumpen reparieren sich selbst

Die Red Bull-Mechaniker bauten deshalb gleich nach dem Parc fermé wieder die erste Antriebseinheit in den Red Bull mit der Startnummer 33. Beim Anlassen ging die Wasserpumpe kaputt. Also wieder den Motor wegschrauben vom Auto, und eine neue Wasserpumpe installieren. Die zählt nicht zum Kontingent und kann deshalb beliebig oft getauscht werden.

Nach zwei Stunden Schufterei wurde der Renault V6-Turbo erneut angelassen. Und erneut verlor die Pumpe Wasser. Diesmal war es für einen Wechsel zu spät. Die Pumpe konnte nur noch von außen mit rustikalen Methoden abgedichtet werden. Teamchef Christian Horner vermutete, dass die vielen Motorprobleme in jüngster Vergangenheit Renault an ein Limit bei der Produktion gebracht haben. „Bei 3 Teams gehen irgendwann die Teile aus.“ Auch bei Toro Rosso gab es Ärger mit den Pumpen.

Dann das Wunder von Sotschi. Verstappen fuhr mit der notdürftig reparierten Wasserpumpe 52 Runden lang ohne Probleme. „Offenbar reparieren sich die Pumpen von selbst“, juxte Teamberater Helmut Marko. Verstappen landete nach einem guten Start mit zwei gewonnenen Positionen und einem einsamen Rennen mit großen Abstand hinter dem Spitzenquartett und vor Sergio Perez auf Rang 5. Verstappen zog zwei erfreuliche Erkenntnisse aus dem Rennen: „Erstens: Wir sind ins Ziel gekommen. Ein großes Lob für die Mechaniker. Zweitens: Der Speed im zweiten Stint war erfreulich.“

Red Bull mit den Bremsen am Limit

Die Rennstatistik bestätigt den WM-Fünften. Verstappen ging mit 42 Sekunden Rückstand auf den späteren Sieger in die letzten 30 Runden. Im Ziel fehlten Verstappen 60 Sekunden. Der Zeitverlust auf den Supersoft-Reifen fiel mit 0,8 Sekunden pro Runde geringer aus als mit den Ultrasoft-Sohlen zu Beginn des Rennens. Der Supersoft-Gummi ist der Reifen, auf dem der flügellahme Red Bull noch am besten funktioniert.

Daniel Ricciardo kam nur bis zur 6. Runde. Dann holte ihn ein Problem ein, das Max Verstappen in Bahrain in den Reifenstapel warf. Hinten rechts fing der Bremssattel Feuer. Durch einen Riss in der Bremstrommel blies heiße Luft auf die Sättel, deren Temperaturen dann sofort in den roten Bereich gingen. Ricciardos Bremse war nicht mehr zu retten. Verstappen wurde angewiesen, die Bremsbalance so weit wie möglich nach vorne zu stellen, wie er es verantworten konnte. „Wir sind mit den Bremsen am Limit“, gibt Marko zu. Der Grund: Um die Hinterreifen aufzuheizen, muss Red Bull die Bremswärme nutzen. Dabei hat man es bei den letzten beiden Rennen offenbar übertrieben.

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Motorsport Neuigkeiten Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Russland - Sotschi - 29. April 2017 Fünfter Platz ist ein Sieg Red Bull fehlen 1,7 Sekunden
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