Fernando Alonso - McLaren - Barcelona F1-Test 2018 - Tag 1 sutton-images.com

Pannen bei F1-Tests

Drama bei den Probefahrten

Wenn die Formel-1-Autos im Februar in die Wintertests starten, beginnt bei den Ingenieuren wieder das große Zittern. Wir blicken noch einmal zurück auf einige spektakuläre Technik-Dramen, die sich in den letzten Jahren abgespielt haben.

Die Formel 1 der Neuzeit ist vielen Fans fast zu perfekt geworden. Überraschende Technikprobleme sieht man an den Rennwochenenden nur noch vereinzelt. Dank ausgefeilter Computer-Simulationen und realitätsnahen Prüfständen lassen sich schon in den Fabriken bereits viele Probleme im Vorfeld aussortieren.

Große Dramen lassen sich mittlerweile nur noch bei den Wintertestfahrten beobachten. Wenn die neuen Autos ihre ersten Proberunden abspulen, werden die Ingenieure immer mal wieder auf dem falschen Fuß erwischt. Vor allem die Extremisten unter den Technikern, wie zum Beispiel Adrian Newey, gehen bekanntlich immer bis an die Grenzen des Machbaren und kalkulieren dabei auch Rückschläge mit ein.

Ingenieure gehen übers Limit

„Während sich andere Ingenieure langsam von unten ans Limit herantasten, geht Adrian immer erst einmal über das Limit hinaus – und baut dann wenn nötig wieder zurück“, erklärte ein Red-Bull-Kollege einmal die Philosophie des Star-Konstrukteurs. In Sachen Aerodynamik geht Newey keine Kompromisse ein. Für eine perfekte Strömung rund um das Auto pfeift der Brite regelmäßig auf die Zuverlässigkeit. Das Credo lautet: Es ist leichter, ein schnelles Auto haltbar zu machen, als ein zuverlässiges Auto schnell.

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - Jerez - Test - 30. Januar 2014
xpb
Red Bull sorgte früher regelmäßig für brenzlige Szenen bei den Testfahrten.

Vor allem in Sachen Packaging ist der Brite für Extremlösungen bekannt. Das heißt, dass die Aggregate unter der Haube immer eng und kompakt angeordnet sind. Da scheuert dann bei den Tests schnell mal eine Hydraulikleitung oder ein Kabel durch. Ein heißer Auspuff liegt zu eng an der Verkleidung. Oder man stellt fest, dass die Kühler etwas zu klein dimensioniert sind.

Newey trieb es mit seinen Last-Minute-Konstruktionen in der Vergangenheit so weit, dass er mittlerweile von den anderen Red Bull-Verantwortlichen eingebremst wurde. Seit 2018 sind die Fertigungspläne so geändert worden, dass der Stardesigner sein Auto immer schon eine Woche vor dem offiziellen Test fertig haben muss, um noch einen Puffer für eventuelle Probleme einzubauen. „Das hat letztes Jahr gut funktioniert. Das werden wir diese Saison wieder so handhaben“, erklärte Red-Bull-Sportchef Helmut Marko.

Sorgenkind McLaren MCL33

So war im Vorjahr ausnahmsweise mal nicht Red Bull das große Sorgenkind sondern McLaren. Der späte Wechsel von Honda auf den Renault-Motor bereitete den Ingenieuren in Barcelona viel Kopfzerbrechen. Immer wieder blieb der orangefarbene Renner wegen Lecks oder Sensorproblemen auf der Strecke stehen.

Dazu verlor das Alonso-Team viel Zeit mit kleinen Problemen, wie zum Beispiel einer fehlerhaften Rad-Arretierung, die schon nach wenigen Metern dazu führte, dass der MCL33 ein Rad verlor. Und dann kam auch noch der Wintereinbruch mit jeder Menge Schnee dazu, der das Testgeschehen auf der Strecke in Barcelona für einen Tag komplett lahm legte.

Fernando Alonso - McLaren - Barcelona F1-Test 2018 - Tag 1
Fernando Alonso - McLaren - Barcelona F1-Test 2018 - Tag 1 Fernando Alonso - McLaren - Barcelona F1-Test 2018 - Tag 1 Stoffel Vandoorne - McLaren - F1-Test - Barcelona - Tag 5 - 6. März 2018 Stoffel Vandoorne - McLaren - Formel 1 - Test - Barcelona - 9. März 2017 47 Bilder

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen einige Technik-Dramen von den Testfahrten der vergangenen Jahre. Ob Feuer, Stromschlag oder gebrochene Flügel – bei den Probefahrten ist immer Action garantiert. Dazu haben wir noch einige Beispiele herausgesucht, bei denen externe Faktoren den Testbetrieb nachhaltig gestört haben.

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