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Technik GP Italien 2010

Mit oder ohne F-Schacht in Monza

McLaren Monza 2010 GP Italien Foto: Grüner 16 Bilder

++ Erste Fotos ++ In Monza ziehen die Formel 1-Teams Jahr für Jahr mit speziellen Aeropaketen in die Highspeed-Schlacht. Besonderes Augenmerk liegt diese Saison auf dem F-Schacht. Wir haben die ersten Bilder aus den Boxen und zeigen, was die Teams im Gepäck haben.

09.09.2010 Tobias Grüner

70 Prozent Vollgasanteil und Top-Speeds jenseits der 345 km/h-Marke sprechen eine deutliche Sprache - Monza ist keine gewöhnliche Rennstrecke. Die Teams müssen jedes Jahr auf das spezielle Layout reagieren und ein Aerodynamik-Paket speziell für die Highspeed-Piste bauen. Nach dem Rennen wandern die Karbonteile wieder in die Tonne. Auf anderen Strecken wären sie nutzlos.

F-Schacht-Einsatz in Monza?

In diesem Jahr stellt sich die besondere Frage, welche Teams mit dem F-Schacht antreten. Mit dem komplizierten Kanalsystem kann der Fahrer manuell Luft in den Heckflügel leiten, wobei die Strömung abreißt. Der Flügel wird damit wirkungslos und verliert deutlich an Abtrieb und Luftwiderstand. Folge ist eine höhere Endgeschwindigkeit.

Besonders gut funktioniert das System, wenn der Flügel steil gestellt wird. Der Top-Speed-Unterschied mit und ohne F-Schacht ist dann besonders groß. Wenn der Flügel aber wie in Monza sowieso flach im Wind steht, lässt sich mit F-Schacht kein großer Vorteil erzielen. Die Frage lautet dann, ob ein konventioneller Flügel nicht effizienter ist.

Viele Teams testen beide Varianten

Vor dem Wochenende gab es von den Teams widersprüchliche Informationen dazu. Aus dem Williams-Lager hörte man die Aussage, dass auf jeden Fall mit F-Schacht gefahren wird. Nico Hülkenberg bestätigte diese Pläne am Donnerstag in Monza noch einmal. "Ein bisschen was bringt es schon." Am Donnerstag montierten die Mechaniker in der Box allerdings zunächst einen Flügel ohne F-Schacht-Löcher.

Bei McLaren war man sich zunächst sicher, ohne das System anzutreten. Nun will man allerdings doch beide Varianten testen. Auch bei Ferrari, Sauber und Force India wollte man die Karten nicht zu früh auf den Tisch legen. Alle wollten erst vor Ort eine Entscheidung treffen. Es wird erwartet, dass viele Teams beide Varianten im Freitagstraining testen.

Adrian Sutil erklärte, dass der Umbau der beiden Alternativen aber nicht einfach ist. "Man muss den ganzen Heckflügel wechseln und dann das System ein oder ausbauen. Wenn man es installiert muss man präzise sein. Es muss sichergestellt werden, dass es keine Lecks gibt. Ein Umbau dauert 45 Minuten. Allerdings macht es einen Unterschied, ob man von F-Schacht zur konventionellen Variante oder umgekehrt wechselt."

Am Donnerstag hatten Beobachter die erste Gelegenheit, einen Blick in die Garagen zu werfen. In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen, welche Flügel die Teams im Gepäck haben.

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