F1-Auto 2021 - Windkanal - 2019 FOM
Screenshot - Pirelli - 18 Zoll - F1-Reifen - Test - Paul Ricard - 12. September 2019
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Screenshot - Pirelli - 18 Zoll - F1-Reifen - Test - Paul Ricard - 12. September 2019 17 Bilder

Interne Abstimmung zu Reglement 2021

Mehrheit gegen neue Autos

Das Tauziehen um die Regeln für 2021 biegt in die Zielgerade ein. Bevor es am 16. Oktober zu einer letzten Sitzung kommt, haben die Teams untereinander abgestimmt. Vier Teams sind für das neue Reglement, sechs wollen, dass alles so bleibt wie es ist.

Zwei Jahre lang wurde am Reglement für 2021 gearbeitet. Kommende Woche beginnt der Endspurt im Tauziehen um die Zukunft der Formel 1. Am 16. Oktober treffen sich FIA, das Formel-1-Management und die Teamchefs in Paris ein letztes Mal, um über die 2021er Autos zu sprechen.

Die drei Top-Teams haben ein alternatives Konzept vorbereitet, das den Ingenieuren ein bisschen mehr Freiheiten bietet, trotzdem aber nicht das Hauptziel verfehlt die verwirbelte Luft hinter dem Auto so zu lenken, dass das nachfolgende Fahrzeug nicht zu viel Abtrieb verliert.

Die Regelhüter sind gesprächsbereit, solange CFD-Simulationen oder Windkanaltests das gleiche Ergebnis bringen wie das eigene Produkt. Bei der letzten Version des 2021er Autos verliert das nachfolgende Auto in einem Bereich von zwei Wagenlängen nur 10 Prozent Anpressdruck. Momentan sind es 50 Prozent.

Screenshot - Pirelli - 18 Zoll - F1-Reifen - Test - Paul Ricard - 12. September 2019
Aktuell

Die Teams müssen gute Argumente vorbringen, wenn sie mit ihrem Vorschlag noch punkten wollen. Sie haben keine Chance per Abstimmung die Reform abzuwenden. Der Weltverband ist an kein Votum der Teams gebunden, weil Ende 2020 das Concorde-Abkommen ausläuft. Es gibt lediglich eine Abstimmung im FIA-Weltrat, in dem die Teams aber nur mit einer Stimme von Ferrari vertreten sind. Zu wenig, um das Reglement für 2021 zu blockieren.

Die Mitglieder des Weltrats bekommen am 21. Oktober das endgültige Reglement zugestellt und müssen vier Tage später ihre Stimme abgeben. Am 31. Oktober werden die Regeln der Öffentlichkeit präsentiert.

Ferrari hat zwar ein generelles Veto-Recht, doch es ist juristisch zweifelhaft, ob es überhaupt noch gilt. Mit dem Auslaufen des Concorde Abkommens erlischt aus Sicht der Regelhüter auch jedes Einspruchsrecht. Ferrari müsste außerdem bei einem Veto nachweisen, dass ihnen durch die neuen Regeln ein Nachteil entsteht. Das wird bei einem Neubeginn schwierig, weil er alle Teams gleichermaßen trifft.

Zehn Teams, zehn Fragen

Die Teams selbst sind in der Regeldiskussion unterschiedlicher Meinung. Nicht nur was das aerodynamische Grundkonzept angeht. Auch bei der Standardisierung von Teilen kommen die zehn Teilnehmer nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Für die einen können es nicht genug Einheitsteile sein, die anderen fürchten einen Verrat an der DNA der Formel 1, wenn zu viele Komponenten von der Stange kommen. Deshalb haben die zehn Teams in einer internen Abstimmung geklärt, wer wo steht.

Mercedes verschickte beim GP Russland einen Katalog von zehn Fragen rund um die geplanten Änderungen für 2021. Kernpunkt waren die technischen Regeln, die das Auto in 50 Legalitätsboxen mit wenig Bewegungsfreiheit einteilen. Sechs Teams sprachen sich gegen das neue Reglement aus.

F1-Windkanal-Test für 2021 - Sauber-Windkanal
Aktuell

Die drei Top-Teams und ihre Satelliten wollen, dass 2021 alles so bleibt wie es ist. Renault, McLaren, Alfa Romeo und Williams unterstützen die Reformpläne von FIA und Liberty. Bei ihnen geht es zum Teil um die nackte Existenz. Renault muss seinem Vorstand einen Neustart mit mehr Chancengleichheit verkaufen. Williams ist alles recht, was Geld spart.

In dem Fragebogen wurde auch geklärt, wer für oder gegen bestimmte Standardteile ist. Beim Benzinsystem, dem Getriebe, der Sicherheitsausrüstung, den Crashstrukturen, den Felgen und den Radnaben stimmte die Mehrheit für Einheitskomponenten.

Die Frage nach Einheitsbremsen ging unentschieden aus. Sie steht ohnehin nicht mehr zur Disposition. Die Bremsen werden auch künftig von unterschiedlichen Herstellern kommen, unterliegen aber strikten Regularien.

Nur die Vereinheitlichung der Sammeltanks wurde mit 8:2 Stimmen abgelehnt. Da haben offenbar die Motorenhersteller Druck auf die Teams ausgeübt. Man vermutet, weil in dem Bereich getrickst wird um die maximale Durchflussmenge von 100 Kilogramm pro Stunde zu umwandern.

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