Lotus zeigt neue Nase

Das ist die erste Nase für 2015

Lotus Nase - Formel 1 - GP USA  - 30. Oktober 2014 Foto: xpb 43 Bilder

Lotus hat am Donnerstag (30.10.) seine neue Nase für die Saison 2015 ausgepackt. Sie erinnert an eine Mischung aus dem Design von Ferrari und Mercedes und steigt extrem steil an. Die Nase erfüllt bereits die neuen Bestimmungen für die 2015er Saison.

Alle haben darauf gewartet, nun hat Lotus das Geheimnis um die neue Nase für 2015 gelüftet. Versteckt zwischen den alten Nasen auf den Halterungen vor der Box platzierte man das neue Teil, das Romain Grosjean im ersten Training am Freitag testen wird. Damit ist Lotus den anderen schon einen Schritt voraus und präsentiert bereits die 2015er-Version der Front. Lotus kann sich beruhigt auf die Erprobung der neuen Technik konzentrieren, denn Platz 8 in der Konstrukteurs-Wertung ist festzementiert. Da macht es Sinn, neue Teile für das nächstjährige Auto zu probieren. Die neue Nase entspricht bereits den Regeln für die kommende Saison. Eine breitere Struktur an der Spitze und ein fließender Übergang in das Chassis.

Lotus kopiert Mercedes-Nase

Die neue Nase steigt steiler an als die Vorgänger-Version. Bleibt spannend, wie sie montiert am Chassis aussieht. Die Form der Nase wird vielen ziemlich bekannt vorkommen. Sie erinnert an die Designs von Mercedes und Ferrari. Ein kurzer Überhang mit der Mindest-Crashstruktur, die das Reglement vorschreibt. Damit hatte bereits Mercedes Probleme. Die Nase schaffte den Crashtest erst im vierten Versuch und kam zum ersten Mal beim GP China ans Auto.

Lotus nahm zwei Anläufe beim Crashtest. Das Abkupfern macht für Lotus Sinn. Im nächsten Jahr fahren die schwarzen Autos auch mit Mercedes-Motoren. Außerdem geben die Ergebnisse dem Mercedes-Konzept recht. Durch den Trick mit der kurzen Nase gewinnt man Höhe und kann so mehr Luft unter dem Auto durchleiten.

Säbelzahn-Nase hat sich nicht bewährt

Weil der Mercedes V6-Turbo samt Elektroantrieb kompakter baut als das Triebwerk von Renault und obendrein 18 Kilogramm leichter ist, wird auch die Heckpartie des Lotus E23 für 2015 stark an das Weltmeister-Auto von diesem Jahr angelehnt sein. Im ersten Jahr mit dem neuen Antrieb will Lotus so wenig Risiken wie möglich eingehen.

Das Technikbüro in Enstone ist geheilt nach einer Saison der Pleiten. Man darf es im Team zwar nicht laut sagen, aber die meisten Ingenieure sind inzwischen überzeugt, dass die ungewöhnliche Säbelzahn-Nase zu den aerodynamischen Problemen des E22 beigetragen hat. Zum Beispiel dem Strömungsabriss bei eingeschlagenen Vorderrädern.

Eine Stimme aus dem Team: "Wenn du etwas komplett anders machst als die Konkurrenz, muss es entweder klar schlechter oder klar besser sein. In unserem Fall ist es klar schlechter. Und was uns am meisten von den anderen unterscheidet ist die Nase."

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen die neuesten Bilder der Lotus-Nase und noch einmal die verschiedenen Nasen-Formen der Formel 1-Autos 2014.

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