Technik-Updates - GP Aserbaidschan 2017 - Baku ams
Renault - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Technik-Updates
Renault - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 8. Juni 2017
Renault - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Technik-Updates
Renault - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Technik-Updates 30 Bilder

Technik-Updates GP Aserbaidschan 2017

Weniger Flügel, mehr Topspeed

Kleinere Heckflügel, angepasste Frontflügel, neue Turning Vanes und Bargeboards: Das Rennen in Aserbaidschan bediente auch die Technik-Fans. Wir zeigen die Upgrades der Teams.

Der Baku City Circuit erforderte einen Kompromiss. Zu viel Anpressdruck und man verhungerte auf der langen Geraden. Zu wenig Flügel und man büßte es in den 20 Kurven. Und man bekam die Pirelli-Walzen trotz Asphalttemperaturen von teilweise über 50 Grad schwerer ins Arbeitsfenster.

Die meisten Teams bestückten ihre Rennwagen mit Heckflügeln für wenig Luftwiderstand. Um auf der Gerade mit DRS und vollem Boost überholen zu können. Den aggressivsten Weg schlug Red Bull ein. Sieger Daniel Ricciardo und Max Verstappen riskierten mit einem Heckflügel, der Monza-Miniformat erreichte. Ricciardo wurde im Qualifying mit 356,3 km/h gemessen. Trotzdem waren die Red Bulls in den Kurven bei der Musik. Was für die Verbesserungen auf der Chassis-Seite spricht.

Kleinere Heckflügel erfordern Korrekturen

Wer hinten mit weniger Flügel fuhr, musste vorne stutzen. Toro Rosso zum Beispiel verkleinerte den oberen Frontflügel-Flap. „Da bedient eines das andere. Wenn wir hinten wegnehmen, müssen wir auch den Frontflügel stutzen, um die Aerodynamik-Balance zu halten“, erklärte Teamchef Franz Tost. HaasF1 packte ein komplett neues Heckflügel-Konzept aus, traf aber nicht den optimalen Kompromiss. Die US-Renner waren zu langsam auf den Geraden. Das Konzept kopierte man von Ferrari. „Man orientiert sich immer am Branchen-Primus“, meinte Teamchef Guenther Steiner. Klar: HaasF1 bezieht Motor, Getriebe, Elektromotoren, Hydraulik und Aufhängungen von Ferrari. Da liegt es nah, auch die Aerodynamik dem großen Bruder anzupassen.

Renault tauchte in Aserbaidschan mit neuen Leitblechen unter der Nase und geänderten Bargeboards auf. „Sie wirken“, freute sich Einsatzleiter Alan Permane, um im gleichen Atemzug zu bedauern. „Trotzdem fehlt uns Abtrieb in den Kurven.“ Nico Hülkenberg befand: „Es sind kleinere Teile. Die bringen uns keine 20 Punkte an Anpressdruck. Das nächste größere Upgrade erwartet uns erst in Silverstone.“

Während es Mercedes ruhig angehen ließ und in Baku weiter an der Lösung des Reifenproblems arbeitete, modifizierte Ferrari den SF70H in Details. Neu waren die Befestigung der Kameras an der Nase und Carbon-Einfassungen am hinteren unteren Ende der Motorabdeckung. Ferrari probierte sie im Training. Ab dem Qualifying waren die Carbon-Auflagen nicht mehr am roten Rennwagen von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen zu finden.

McLaren arbeitete mit überarbeiteten Bremsbelüftungen. An beiden Achsen. Zudem testete Honda ein Motoren-Update, das 12 PS versprach. Und das Versprechen auch hielt. Allerdings kam Fernando Alonso nur am Freitag in den Genuss der Mehrleistung.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die Technik-Updates vom GP Aserbaidschan 2017.

Motorsport Aktuell Safety Car - Unterbrechung - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Rennen Taktikcheck GP Aserbaidschan 2017 Safety Cars schreiben das Skript

Selten war eine Strategie-Revue so einfach.

Mehr zum Thema GP Aserbaidschan
Mercedes - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019
Aktuell
Ferrari - Technik - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019
Aktuell
Formel E - Saudi Arabien - Riad - 2018
Aktuell