Technik-Updates GP Österreich 2015

Vettel lässt Helm pimpen

Vettel-Helm - Formel 1-Technik - GP Österreich 2015 Foto: ams 33 Bilder

Normalerweise konzentrieren wir uns in der Galerie mit den Technik-Updates eines Grand Prix nur die Aerodynamik-Modifikationen an den Autos. Beim GP Österreich haben wir auch einen interessanten neuen Flügel am Helm von Sebastian Vettel entdeckt. Hier sind die Bilder und die Details.

Der Red Bull-Ring in Spielberg ist von seinem Charakter ähnlich wie Montreal. Lange Geraden und harte Bremsmanöver dominieren das Layout. Schnelle Kurven gibt es nur wenige. Abtrieb ist im Gegensatz zu anderen Strecken nicht der entscheidende Faktor. Somit hatte die Experten nicht mit besonders vielen Updates an den Autos gerechnet.

Doch dann bekamen Technik-Fans doch einige interessante Modifikationen geboten. Gleich 3 neue Nasen wurden im Laufe des Rennwochenendes und den anschließenden Testfahrten gezeigt. Mercedes, Lotus und McLaren präsentierten jeweils komplett unterschiedliche Frontpartien. In unserer Galerie stellen wir sie ihnen im Detail vor.

Vettel mit neuem Flügel am Helm

Bei Ferrari gab es dagegen neue Flügel. Allerdings nicht am Auto, sondern am Helm von Sebastian Vettel. Die Abrisskante auf der Oberseite des Kopfschutzes wurde gegen einen kleinen Bügel getauscht. Eine Modifikation, die schon lange geplant war, aber erst von der FIA homologiert werden musste.

"Alle Anbauteile werden offiziell abgenommen", erklärt Peter Bürger, der Helmtechniker von Hersteller Arai. "Die kleinen Finnen müssen bei einem Aufprall, zum Beispiel mit Trümmerteilen, direkt abreißen. Der Kopf darf nicht hängenbleiben. Dafür gibt es spezielle Test-Vorrichtungen, bei denen der Helm eingespannt und die Kräfte gemessen werden."

Notwendig sind die kleinen Flügel und Abrisskanten am Helm, weil die abgerundete Oberfläche des Deckels zu einem Unterdruck führt. Bei höheren Geschwindigkeiten zieht es den Kopfschutz ohne die Aerodynamik-Elemente nach oben, was sehr unangenehm für den Fahrer ist. Ältere Formel 1-Fans erinnern sich noch an das Rennen in Hockenheim 2004, bei dem Jenson Button seinen Helm auf den Geraden immer mit einer Hand festhalten musste, weil der Verschluss nicht korrekt arretiert war.

In Monaco verzichtete Vettel übrigens auf den kleinen Flügel an der Oberseite des Helms – aus Gewichtsgründen. Im Fürstentum konnte man es mangels langer Gerade verkraften. In Kanada war dann eine alte Version zu erkennen. In Österreich gab es eine neue, komplett andere Variante.

Red Bull-Piloten müssen ohne Helm-Spoiler fahren

Die beiden Red Bull-Piloten Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat müssen übrigens bei jedem Rennen ohne die Spoiler auskommen. Während der Wintertestfahrten wurde festgestellt, dass die Strömung über dem Helm so unglücklich abgelenkt wird, dass keine Frischluft mehr in den Kühleinlässe hinter dem Cockpit ankam. Adrian Newey ist hier offenbar mal wieder ans Limit gegangen. Für die Fahrer bedeutet es, dass der Kinnriemen bei höherer Geschwindigkeit unangenehm drückt.

In unserer Galerie zeigen wir den neuen Vettel-Helm im Detail und wie gewohnt auch die vielen kleinen Technik-Updates an den Autos.

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