Ferrari - Technik - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019 Motorsport Images

Technik-Upgrades GP Aserbaidschan

Ferrari bringt endlich neue Teile

Beim Grand Prix von Aserbaidschan fackeln die Teams wegen des extremen Streckenlayouts immer das erste große Update-Feuerwerk der Saison ab. Ferrari brachte aber noch mehr nach Baku als nur flache Flügel. Wir zeigen Ihnen die neuen Teile.

Drei Rennen ließ Ferrari die Aerodynamik des SF90 fast unverändert. Die Ingenieure kümmerten sich stattdessen vor allem darum, die Kühlprobleme unter der Haube zu beheben. Eigentlich waren die ersten Aero-Upgrades erst mit dem großen Paket in Barcelona geplant. Doch wegen der mageren Punkteausbeute beim Saisonstart entschieden sich die Techniker dafür, einige Elemente vorzuziehen.

Ein Bereich, in dem schon kleine Änderungen große Wirkung haben können, sind die Bargeboards. Mercedes hatte in den vergangenen Jahren als erstes Team vertikale Elemente weit vorne am Fuße der Leitbleche aufgesetzt. Mittlerweile sind auch die Aerodynamiker aus Maranello auf dieser Spielwiese unterwegs.

Ferrari mit vielen kleinen Modifikationen

An den filigranen Finnen bilden sich künstliche Wirbel. Durch eine clevere Staffelung fügen sich diese kleinen Wirbel geschickt in den großen „Tornado“ ein, der sich innen an den Frontflügel-Flaps bildet. Lässt sich dieser sogenannte „Y250-Wirbel“ gezielt verstärken und sauber zum Heck führen, kann der Diffusor effizienter arbeiten, das heißt mehr Abtrieb bei weniger Luftwiderstand produzieren.

Weil am Auto alle Elemente zusammenhängen wurde bei Ferrari nicht nur das Bargeboard verändert, sondern gleich auch noch die vertikalen Leitbleche, der Unterboden vor den Hinterrädern und der Diffusor angepasst. In Barcelona soll dann noch ein neuer Heckflügel folgen. Die Maßnahmen machten sich nach Aussage der Piloten positiv bemerkbar. Das Ergebnis war am Ende aber das Gleiche wie in den drei Rennen zuvor: Mercedes feierte einen Doppelsieg.

Ferrari - Technik - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019
Motorsport Images
An der Verteilung der FloViz-Farbe konnte man erkennen, wo Ferrari sein Auto überall modifiziert hatte.

Mercedes packt Sägezahn-Flügel wieder ein

Apropos Mercedes: Auch die Techniker des Weltmeisterteams ruhten sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Der Frontflügel wird quasi zu jedem Rennen leicht verändert. Dazu wurde in Baku noch ein neuer Low-Downforce-Heckflügel montiert, der an der oberen Kante des Hauptblattes ein scharfes Sägezahnprofil aufwies. Das soll den Luftwiderstand senken.

Am Ende wurden Lewis Hamilton und Valtteri Bottas dann aber doch mit einem Medium-Downforce-Flügel ohne spitze Zacken ins Rennen geschickt. Das Teil produzierte zwar etwas mehr Luftwiderstand, aber auch mehr Abtrieb. Der Anpressdruck war in Baku notwendig, um die Reifen auf Temperatur zu bekommen.

Ganz besonders unter zu kühlen Gummis litten die Renault-Piloten. Bei einem Blick auf die extrem schlanken Front- und Heckflügel verwunderte es aber nicht, dass die Fahrer die Pirelli-Walzen nicht zum Arbeiten bekamen und auf dem glatten Asphalt nur herumrutschten. In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die wichtigsten Upgrade-Teile vom GP Aserbaidschan.

Technik-Upgrades GP Aserbaidschan: Neue Teile für Baku

Ferrari - Technik - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019
Ferrari - Technik - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019 Ferrari - Technik - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019 Ferrari - Technik - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019 Ferrari - Technik - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019 28 Bilder
Motorsport Aktuell Sebastian Vettel - GP Brasilien 2019 GP Brasilien 2019 - Ergebnis Training 2 Ferrari-Duo knapp an der Spitze

Sebastian Vettel fuhr im zweiten Brasilien-Training die Bestzeit.

Mehr zum Thema GP Aserbaidschan
Mercedes - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019
Aktuell
Formel E - Saudi Arabien - Riad - 2018
Aktuell
Formel Schmidt - GP Aserbaidschan 2019 - Screenshot
Aktuell