Technik-Upgrades GP Australien

Ferrari-Ingenieure rüsten auf

Ferrari - Technik-Upgrades - GP Australien 2018 Foto: sutton-images.com 36 Bilder

Beim ersten Saisonrennen der Formel 1 in Australien begann nicht nur der Kampf auf der Strecke sondern auch der Krieg an der Technik-Front. Wir zeigen Ihnen, welche neuen Teile die Teams für Melbourne im Gepäck hatten.

Nur zwei Wochen blieben zwischen dem Ende der Wintertests und dem Auftaktrennen. Nicht viel Zeit, um die Daten der Probefahrten zu analysieren und mit Veränderungen am Auto darauf zu reagieren. Entsprechend klein fielen die Pakete für den Saisonstart aus. Manche Teams brachten gar keine Upgrades, andere dafür umso mehr.

Force-India-Paket mit Verspätung

Besonders lohnte sich ein genauerer Blick bei Force India. Heckflügel, Leitbleche, T-Flügel und Bremshutzen hinten – alles neu! Die große Ausbaustufe war allerdings auch dringend notwendig. Eigentlich sollten die neuen Teile schon bei den Testfahrten ans Auto geschraubt werden. Doch Geldmangel verhinderte die rechtzeitige Produktion.

Die Upgrades machten das Auto schneller, aber nicht in dem erhofften Maße. Sergio Perez und Esteban Ocon verpassten knapp die Punkte. Die Techniker sind aber zuversichtlich, dass man das Potenzial, das in dem Paket steckt, in den nächsten Rennen entlocken kann. In Bahrain soll dann auch noch ein neuer Frontflügel debütieren.

Ferrari testet Experimental-Diffusor

Ferrari - Technik-Upgrades - GP Australien 2018 Foto: ams
Der neue Ferrari-Diffusor wurde nur kurz im Training ausprobiert, um Daten zu sammeln.

Auch bei Ferrari experimentierten die Ingenieure im Freien Training fleißig. Zum Start in das Melbourne-Wochenende rückten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel mit unterschiedlichen Frontflügel-Versionen aus. Nach Analyse der Daten stellte sich ein klarer Favorit heraus. Mit dem Modell war das Auto schon in Barcelona unterwegs.

Am Freitag wurde auch noch eine neue Diffusor-Variante getestet, von der wir glücklicherweise ein gutes Bild schießen konnten. Das neue Modell, das sich durch deutlich erkennbaren Änderungen an den äußeren Ecken verrät, erinnert etwas an den Heckabschluss am Red Bull. Kopieren gehört in der Formel 1 bekanntlich zum Handwerk.

Mercedes ohne Upgrades

Die Konkurrenz von Ferrari blieb in Australien verdächtig ruhig. Mercedes brachte wie von den Technikern bereits vorher angekündigt keine neuen Teile. Bei Red Bull war äußerlich nur ein neues Rückspiegel-Modell zu erkennen. Die Spiegel wurden weiter nach vorne gerückt. Die Befestigungen mussten dadurch vergrößert werden. Ob der Umbau der Verbesserung der Sicht dient oder aus aerodynamischen Gründen vorgenommen wurde, entzieht sich leider unserer Kenntnis.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die wichtigsten Technik-Upgrades vom GP Australien.

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