Charles Leclerc - Ferrari-Showrun - Maranello - 2020 Ferrari
Sebastian Vettel - Ferrari - Test - Mugello - 2020
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Technik-Upgrades GP Österreich: Ferrari ohne Modifikationen

Wer bringt neue Teile nach Österreich? Ferrari ohne große Upgrades

Am 5. Juli geht die Formel-1-Saison endlich los. Mercedes und Red Bull haben ihre Autos ordentlich aufgerüstet. Ferrari verzichtet dagegen auf größere Upgrades. Trotzdem ist man sich in Maranello sicher, die Performance verbessern zu können.

Es ist schon eine komische Saison. Sie beginnt mitten im Jahr, und es stehen Autos am Start, die sich bereits in ihrer zweiten Entwicklungsstufe befinden, obwohl die erste nie auf der Rennstrecke gefahren ist. Wir haben sie nur ansatzweise in den Garagen von Melbourne kennengelernt.

112 Tage später hat sich das Rad in den Konstruktionsbüros weitergedreht, auch wenn 63 Tage davon gar nicht gearbeitet werden durfte. Doch wer konnte, hat nach der Öffnung der Fabriken die Entwicklungen abgearbeitet, die sich bereits in der Pipeline für die ersten vier Rennen befanden. Ferrari wundert sich, dass die direkten Konkurrenten so viel in so geringer Zeit leisten konnten.

Mercedes zum Beispiel, bringt am Red Bull-Ring ein umfangreiches Aerodynamik-Upgrade an den Start. Die Version, die in Melbourne aufgelaufen wäre und in den letzten Testtagen in Barcelona zum Einsatz kam entspricht laut Technikchef James Allison dem Entwicklungsstand von Weihnachten 2019. In der Zwischenzeit hat sich einiges aufgestaut, das teilweise noch vor und nach der Arbeitssperre abgearbeitet wurde.

Red Bull - GP Österreich 2019
Red Bull
Red Bull kommt wie Mercedes mit einem neuen Aero-Paket zum Heimspiel nach Spielberg.

Auch Red Bull tritt bei seinen Heimrennen mit einer größeren Evolution an, wie Sportdirektor Helmut Marko verrät: "Das Auto in Spielberg wird nicht identisch mit dem sein, das in Melbourne gefahren wäre. Wir haben das Upgrade ans Auto gebracht, das für das fünfte Rennen in Barcelona eingeplant war und noch ein zweites jetzt für Spielberg. Alles basierend auf CFD und Windkanal. Das ist ein gewisser Unsicherheitsfaktor. Du gehst auf die dritte Stufe ohne zu wissen, wie sich das erste und zweite Update in der Praxis angefühlt hätte. Wir hatten ja keine Möglichkeit, es zu erproben und müssen deshalb davon ausgehen, dass die Daten stimmen."

Berichte über Ferrari-Upgrades unwahr

Ferrari wurde in den italienischen Medien ein halb-neuer SF1000 angedichtet, mit schlankerer Nase, einem steiferen Getriebe, neuer Hinterachse und 30 PS mehr vom Motor. Die rennlose Zeit hat da offenbar die Phantasie angeregt. Ein Upgrade in diesem Ausmaß wäre gar nicht möglich oder völlig unsinnig. Da hätte Ferrari bereits mehr Token verbraten als erlaubt und sich beim Motor bis zum Saisonende festgelegt.

"Wir haben nur ganz kleine Änderungen am Auto. Für uns war es wichtiger, den SF1000 besser zu verstehen. Da haben wir in der Tat einen guten Schritt nach vorne gemacht", bestätigt ein Sprecher. Die ersten signifikanten Modifikationen wird es wahrscheinlich erst nach dem GP Ungarn geben.

Racing Point - Test - Silverstone 2020
Racing Point
Racing Point hatte schon für Melbourne ein größeres Update-Paket geplant. Für Spielberg will man erst einmal nicht nachlegen.

Auch Racing Point hat keine neuen Teile im Gepäck. "Unser großes Upgrade wäre in Melbourne gefahren. Dazu kam es ja nichts. Die nächste Ausbaustufe ist erst für später eingeplant", verrät Technikchef Andy Green. Dabei handelt es sich auch nicht um eine Sparmaßnahme.

Green: "Hätten wir für die ersten paar Rennen weitere Modifikationen in der Hinterhand gehabt, wären sie auch ans Auto gekommen. Wir haben totales Vertrauen in unsere Werkzeuge und müssen nicht die vorherige Modifikation zuerst auf der Strecke ausprobieren, bevor wir die nächste ans Auto bringen. Wir würden nicht warten."

Kleine Pakete bei McLaren und Alfa

Genauso machen es McLaren und Alfa Romeo. Die Autos sind in Österreich nicht mehr auf dem Stand von Melbourne. Alfa Romeo hat trotz knapper Zeit sogar noch die Änderungen angebracht, die für die Rennen in Österreich und England im Entwicklungsfahrplan standen. Alpha Tauri hat die Pause ebenfalls genutzt, sein Auto weiterzuentwickeln. Die Änderungen waren beim Filmtag des Teams in Imola bereits am AT01.

Haas dagegen hält sich zurück. Stand Melbourne ist Stand Red Bull-Ring. Der US-Rennstall spart. Erst einmal will Teamchef Guenther Steiner sehen wie sich die Saison für Haas entwickelt und wie lange sie dauert. Erst dann wird entschieden, ob die Entwicklungsabteilung noch einmal den Turbo anwerfen muss.

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