Technikanalyse

Neue Flügel in Barcelona

Ferrari F60 Foto: Ferrari 19 Bilder

Gleich mehrere Teams haben für das erste Europa-Rennen neue Aerodynamikpakete am Start. In unserer Technik-Analyse werfen wir einen Blick auf die Neuerungen bei BMW-Sauber, Ferrari, Red Bull und Toyota.

BMW-Sauber:

Der BMW-Sauber F1.09 wurde vor dem Rennen in Barcelona einer Radikalkur unterzogen. "Wir hoffen, dass es sich auszahlt, dass alle neuen Teile im Windkanal aufeinander abgestimmt werden konnten", erklärt Nick Heidfeld die Strategie hinter dem aerodynamischen Großprojekt.

Auffälligstes Merkmal am Facelift-Modell ist die neue Nase. Wegen der deutlich sichtbaren Formänderung musste BMW-Sauber die Front noch einmal zum FIA-Crashtest schicken. Die Spitze liegt nun gut eine Hand breit höher als vorher. Bis zum Cockpit steigt die Karosserie nur noch ganz leicht an. Die Nase ist nicht wie bei der Konkurrenz abgerundet, sondern fast eben und sehr breit. Kurz vor der Radaufhängung verjüngt sich die Front extrem.

Auch der Flügel wurde noch einmal optimiert. Wie bei den meisten anderen Teams verfügt nun auch der F1.09 über ein kleines Luftleitelement, dass in einer zweiten Ebene über dem Hauptblatt schwebt. Allerdings wirkt der gesamte Flügel immer noch sehr wuchtig und eckig und nicht so filigran wie bei anderen Teams. Ob das Konzept wirklich den erhofften Zusatz an Abtrieb verschafft, wird erst der Vergleich im Qualifying und Rennen zeigen.

Ferrari:

Auch die Scuderia erhofft sich in Spanien einen großen Schritt nach vorne. Kernelement im großen Aerodynamikpaket ist der neue Doppeldiffusor. Im Gegensatz zu den anderen Teams endet der Luftkanal weiter vorne und ist von hinten kaum zu erkennen. Dass Ferrari im Heck eine zweite Ebene eingezogen hat, wird nur durch die gezackte Kante im Zentrum sichtbar. Dieses Profil soll einem Strömungsabriss entgegensteuern.

Red Bull:

Auch Red Bull hat entgegen erster Ankündigungen neue Teile aus der Fabrik im englischen Milton Keynes einfliegen lassen. Interessant sind vor allem die neuen Außenspiegel, die Teamdesigner Adrian Newey nun in die Luftleitelemente vor den Seitenkästen verlegt. Allerdings ist diese Lösung etwas umstritten: "Da die Spiegel so weit außen liegen, müssen die Fahrer nun den Kopf drehen, um den Spiegel zu sehen. Außerdem ist der tote Winkel größer", erklärt der ehemalige F1-Pilot Marc Surer.

Toyota:

Für Timo Glock und Jarno Trulli gab es in Barcelona einen neuen Frontflügel. Die modifizierte Variante ist deutlich filigraner ausgestaltet, als zum Beispiel am BMW-Sauber. Die Endlatte geht geschwungen in eine höhergelegte Ebene über dem Hauptplatt über. Am vorderen Rand wurde außen ein zweites vertikales Element eingefügt. Dieses Konzept der doppelten Flügelendplatten ähnelt dem Brawn GP. Auch Ferrari fährt seit dem Europa-Auftakt mit einem ähnlichen Modell. Neben dem Frontflügel nahm sich Toyota auch Anleihen am Brawn-Heckflügel.

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