Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - 06. Juni 2013 ams
Impressionen - Formel 1 - GP Kanada - 6. Juni 2013
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Techniknews in Montreal

Mercedes findet ein Zehntel

In Monte Carlo war das Wettrüsten der Teams etwas eingeschlafen. Für den GP Kanada haben die Teams wieder in die Trickkiste gegriffen. Mercedes, Red Bull, Williams und Sauber bringen neue Teile. Vielleicht müssen sie bis Sonntag auf ein Ergebnis warten. Im Fall von Mercedes verspricht der Computer ein Zehntel Zeitgewinn.

Beim GP Monaco herrschte an der Technikfront praktisch Stillstand. Dafür haben die Teams für Montreal deutlich mehr neue Teile im Gepäck. Mercedes kommt mit neuen Seitenkästen, einer modifizierten Auspuffposition und einer flacheren Motorabdeckung.

Teamchef Ross Brawn hofft, dass die Simulationen Recht behalten. "Sie versprechen ein Zehntel Fortschritt." Am Reifenthema wurde weiter gearbeitet. "Wenn wir es schaffen, die Temperaturen um zehn Grad zu senken, wären wir ein großes Stück weiter", sagt Brawn.

Red Bull mit überarbeitetem Heck

Auch bei Red Bull hat das Reifenmanagement Vorrang. Einem modifizierten Frontflügel in Monte Carlo folgen jetzt Retuschen im Heck, darunter neue Bremsbelüftungen. Alles mit dem Ziel, die Temperaturen auf der Lauffläche der Hinterreifen zu senken und etwas mehr Spielraum beim mechanischen Setup zu haben.

Lotus muss eher Speed finden. Die Reifen hat man im Griff. Front- und Heckflügel sowie der Unterboden wurden der Highspeed-Strecke von Montreal angepasst. Das Wetter könnte den Teams einen Strich durch die Rechnung machen. Am Freitag soll es zu 80 Prozent regnen. Der Lerneffekt ist dann gleich null.

Williams und Sauber gehen zurück zu 2012

Bei Williams wurde am Donnerstag auf eine größere Fracht gewartet. In dem Paket befanden sich zwei neue alte Nasen und Frontflügel. Vorlage war das 2012er Auto. Nach dem positiven Test in Monte Carlo hat Williams die alten Flügel neu aufgelegt und regelkonform ausgelegt. Sie bestehen jetzt den FIA-Belastungstest. Ob sie am Freitag eingesetzt werden, hängt vom Wetter ab. Wenn es regnet, bleiben sie in der Garage. "Wir haben nur zwei Satz davon. Im Regen ist die Gefahr eines Unfalls zu groß", erzählt Teammanager Dickie Stanford.

Auch Sauber kehrt zum Teil zu einer alten Lösung zurück. Die neue Nase erinnert an die Vorjahreslösung. Sie ist höher, hat auf der Unterseite eine Beule, aber die Stufe der 2013er Nase. Die TV-Kameras wurden von der Nasenspitze weiter nach hinten transferiert. Dazu bringt Sauber einen neuen Heckflügel.

Die meisten der erwähnten Technik-News finden Sie in unserer Bildergalerie vom Donnerstag.

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