Frontflügel - F1 2019
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Force India testet 2019er Frontflügel

Ungarn-Test als Wegweiser

Im Anschluss an den GP Ungarn bekommen die Formel 1-Teams zwei Testtage. Force India bezeichnet die Testfahrten vor der Sommerpause als die wichtigsten des Jahres. Der Rennstall aus Silverstone wird einen neuen Frontflügel testen, der den 2019er Regeln entspricht.

HaasF1 verzichtet auf die Testfahren nach dem Grand Prix in Ungarn. Der US-Rennstall will nach fünf Rennen in sechs Wochen lieber mehr Zeit in der Fabrik verbringen, Daten auswerten und die Mechaniker ruhen lassen. Force India hingegen bezeichnet die zweitägigen Probefahrten am Dienstag (31.7) und Mittwoch nach dem Budapest-Rennen als die wichtigsten des Jahres.

Die Mannschaft aus Silverstone wird auf dem Hungaroring einen neuen Frontflügel ausprobieren, der nach dem 2019er Reglement gebaut ist. In der kommenden Saison ändern sich die Aerodynamikregeln, um das Überholen in einem ersten Schritt zu vereinfachen. Die Änderungen betreffen den Frontflügel, die Bremsbelüftungen und den Heckflügel. Der Frontflügel wächst von aktuell 1,80 auf 2,00 Meter. Außerdem bekommt er mehr Tiefe. Der Flügel beginnt 122,5 statt 120 Zentimeter vor der Mittellinie der Vorderachse.

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 28. April 2018
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Flaps und Endplatten werden vereinfacht. Die Anzahl der einzelnen Slots und Flügelelemente wird drastisch reduziert. All diese Maßnahmen wirken sich stark auf den Luftstrom hinter dem Frontflügel und um die Vorderräder aus. Die Autos verlieren an Anpressdruck an der Vorderachse. Deshalb möchte Force India so früh wie möglich die Daten aus Windkanal und Simulator mit der Realität abgleichen.

Der Ungarn-Test ist dafür die einzige Chance außerhalb von GP-Wochenenden bis zu den Testfahrten nach dem Finalrennen in Abu Dhabi. „Die Frontpartie mit dem Flügel und den Bremsbelüftungen wird den 2019er Regeln entsprechen“, bestätigt Force Indias Technikchef Andy Green. „Der Heckflügel wird noch der alte sein.“

Force India-Seitenhieb gegen HaasF1

Force India geht es beim Ungarn-Test im ersten Schritt nicht um die Performance, sondern um das Sammeln von Daten, die in die weitere Entwicklung einfließen. Dafür braucht es nicht die beiden Stammfahrer. Deshalb wird auch Nachwuchsfahrer Nikita Mazepin zumindest an einem der beiden Tage den VJM11 mit den neuen Aerodynamikteilen fahren.

Force India kann nicht nachvollziehen, warum HaasF1 die Tests sausen lässt. Man kann sich auch einen Seitenhieb nicht verkneifen. „Andere Teams müssen bis zum Winter keine Entwicklungsfahrten machen. Das machen andere für sie.“ Damit bezieht sich Force India auf den US-Rennstall und Ferrari. Die Kooperation zwischen den Partnern schmeckt dem englisch-indischen Team nicht. Häufig kam in dieser Saison der Vorwurf, der HaasF1 VF18 sei ein verkappter Ferrari.

Pirelli 18 Zoll - GP2 - Showrun - Monaco - 2015
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Green bezog am Freitag vor dem GP Deutschland auch Stellung zum geplanten Verbot von Heizdecken und der Einführung von 18-Zoll-Reifen ab 2021. „Das war im ersten Moment ein Schock“, sagt der Engländer über den angepeilten Wegfall der Heizdecken ähnlich zur DTM. „Wenn es engere Rennen hervorruft, befürworten wir es. Aber ich bin nicht sicher, ob es wirklich hilft.“

Durch die größeren Felgen werde das Gewicht der einzelnen Räder ansteigen und die ungefederten Massen zulegen. Weil sich die Reifenflanke verkleinert, und die Reifen deshalb weniger abfedern, werden den Federn eine größere Bedeutung zukommen. „Wir rechnen damit, dass sich die Aufhängungen stärker bewegen.“

Könnten dadurch die aktiven Aufhängungen ein Comeback feiern? Green glaubt es nicht. „Es wurde diskutiert. Ich denke, wir bleiben bei den passiven. Aktive Aufhängungen würden das Chassis in der optimalen Anströmung halten. Darauf wird die Aerodynamik dann ausgelegt. Eine zu stabile Aerodynamik konterkariert die Idee, die Rennen zu verbessern.“

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