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Tests für 2018

Teams üben schon für neue Saison

McLaren - F1-Testfahrten - Abu Dhabi - 2017 Foto: xpb 30 Bilder

Schon am Ende der alten Saison waren die F1-Teams mit ihren Gedanken ganz im Jahr 2018. Wir zeigen Ihnen, was die Ingenieure schon so alles für die neue Saison getestet haben.

10.01.2018 Tobias Grüner 26 Kommentare

Bei Red Bull wird man es nicht gerne gesehen haben, dass sich Ferrari in der vergangenen Saison vorzeitig aus dem WM-Kampf verabschiedet hatte. Mercedes machte den Titel schon weit vor dem Finale in Abu Dhabi klar und die Piloten der beiden Spitzenteams fuhren in den letzten Rennen nur noch um die goldene Ananas.

Ferrari baut Experimental-Diffusor

Den Ingenieuren gab das die Möglichkeit, den Fokus früher als erhofft auf die neue Saison zu legen. In den Freien Trainings und den Testfahrten nach dem Abschlussrennen in Abu Dhabi konnten die Techniker bereits viele Dinge für 2018 ausprobieren. Ferrari nutzte den Saisonendspurt sogar dazu, einen kompletten Diffusor von Red Bull zu kopieren und damit Daten zu sammeln.

Renault - F1-Testfahrten - Abu Dhabi - 2017 Foto: sutton-images.com
Alle Teams sammelten Aerodynamik-Daten im Umfeld des Halos.

Auch bei den anderen Teams wurde der Schalter frühzeitig auf die neue Saison umgelegt. Besonders in den Fokus rückte dabei vor allem die Entwicklung des Halos, der 2018 verpflichtend eingeführt wird. Die Auswirkungen des Titanbügels auf die Aerodynamik bereitet den Technikern ordentlich Kopfschmerzen. Vor allem die Anströmung der Airbox und die Kühlung des Antriebs ist davon beeinflusst.

Halo-Aerodynamik im Fokus

Und so wurden die Autos immer wieder mit Sensoren hinter dem Cockpitschutz auf die Strecke geschickt, um Daten zur Ablenkung des Luftstroms zu sammeln. McLaren, Toro Rosso und HaasF1 überraschten in Abu Dhabi sogar mit modifizierten Halo-Modellen. Sie hatten den Heiligenschein durch Flügelchen und Finnen aerodynamisch optimiert. Das gibt den Fans einen kleinen Vorgeschmack, was uns 2018 in diesem Bereich erwartet.

Auch bei Sauber hatte man auf den letzten Kilometern des alten Jahres nur noch die neue Saison im Hinterkopf. Weil die großen Airbox-Finnen, die T-Flügel und die Monkey-Seats 2018 verboten sind, wurde Marcus Ericsson bei den Testfahrten mit einem Auto auf die Strecke geschickt, das schon dem neuen Reglement entspricht. Wie das aussieht und was die anderen Teams sonst noch so alles für 2018 ausprobiert haben, zeigen wir Ihnen in unserer großen Technik-Galerie.

Neuester Kommentar

@Proesterchen:
Man kann Sicherheit im Sport oberste Prioritaet einraeumen, fraglich ist aber, warum man das mit so einem Vogelkaefig umsetzen muss! Neben dem offenen Cockpit ist das naechste Risikoelement in der Formel1 die freistehenden Raeder. Wenn ich diese dann auch noch abdecke ist aus einem Formel-Auto ein Sportprototyp in Monoposto-Konfiguration geworden.
Da haette man sich viele Jahre "Forschung und Entwicklung" fuer den haesslichen Kaefig sparen koennen und auf LMP-Chassis umstellen koennen, bei denen der Fahrer in die Mitte gerueckt wird. Weniger Geld haette es obendrein gekostet und ohne einen Cent Forschungsetat wusste bereits vorher jeder Motorsportler, dass Kaefige ein Sicherheitsfeature sind.
Meine Meinung ist, Formelsport definiert sich ueber freistehende Raeder und offenes Cockpit. Beides bringt konzeptionelle Risiken mit sich und es steht den Akteuren frei, diese in Kauf zu nehmen, oder es bleiben zu lassen und Prototypen oder Tourenwagen zu fahren.
Wenn man Deine Sicherheitsphilosophie auf andere Sportarten uebertraegt muessten Radfahrer zukuenftig Lederkombi tragen, Fussballer Vollvisierhelme und Knie- und Ellenbogenschoner, Fallschirmspringer nur noch mit Bungeeseil springen, Motorrad- und Skirennfahrer koennten komplett zu Hause bleiben.

bkkmiwe 11. Januar 2018, 14:31 Uhr
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