Theissen

"Das war ein echtes Strategiespiel"

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BMW-Sauber hat nach seinem Testzeit-Bluff die Karten gleich im ersten Rennen auf den Tisch gelegt - und wie.

Nachdem selbst die Formel-1-Rivalen vor dem Großen Preis von Australien im Unklaren über den wahren Leistungsstand des selbst ernannten Siegkandidaten für diese Saison waren, zog der bayerische Werksrennstall am Sonntag (16.3.) in Melbourne seinen ersten Trumpf. "Das war ein echtes Strategiespiel", stellte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen nach dem Chaos-Rennen und dem zweiten Platz von Nick Heidfeld fest. Nur der Unfall von Kollege Robert Kubica, dem Williams-Toyota Kazuki Nakajima ins Heck fuhr, verhinderte einen noch besseren Start in die neue Saison.

Dennoch fiel Heidfelds Fazit durchweg euphorisch aus: "Das war ein fantastischer Saisonauftakt für uns." Denn nach dem Rollout mit dem neuen F1.08, mit dem BMW-Sauber das deutsche Hersteller-Duell mit Mercedes forcieren und auch den Angriff auf Ferrari starten will, hatte sich der Eindruck aufgedrängt, BMW-Sauber habe zu hoch gepokert. Offenbar weit gefehlt. Das Team um Theissen entdeckte die Schwächen und merzte sie nach und nach aus. "Wir sind noch lange nicht am Limit mit dem Auto", sagte Heidfeld, dem sein Chef höchstes Lob zollte.

Enormer Motivationsschub

"Nick hat in einem turbulenten Rennen mit drei Safety-Car-Phasen und zahlreichen Ausfällen kühlen Kopf bewahrt und uns als Zweiter den ersten Podestplatz der Saison beschert", sagte Theissen. Nur Lewis Hamilton sei schneller gewesen, exakt 5,478 Sekunden nach 307,574 Kilometern im Albert Park von Melbourne. "Zusammen mit unserem sehr guten Qualifying am Samstag ist dies eine gute Basis für die kommenden Rennen", befand sein Chef. Theissen hatte am Samstag den zweiten Rang von Kubica und den fünften von Heidfeld in der Qualifikation bejubeln dürfen. "Für das ganze Team war dies ein enormer Motivationsschub", meinte Theissen am Sonntag zum Rennergebnis eine Woche vor dem Großen Preis von Malaysia in Sepang.

Dabei hatte Heidfeld kurz nach dem ersten Saisonstart ohne Traktionskontrolle Schlimmes befürchtet. "Ich hatte sehr stark durchdrehende Räder und konnte Nico Rosberg nicht hinter mir halten. Ich dachte, das wird ein schwieriges Rennen", erzählte der 30- Jährige, der im vergangenen Jahr beim Großen Preis von Kanada in Montreal bereits Zweiter geworden war. Seine Leistung wurde damals aber vom schweren Unfall Kubicas überschattet.

Bei strahlendem Sonnenschein in Melbourne störte nun so gut wie nichts die Freude über die glanzvolle Platzierung vor Landsmann Rosberg im Williams-Toyota. Theissen: "Das war für unser BMW Sauber F1 Team ein fantastischer Auftakt in die neue Saison."

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