Theissen

"Wir sind einziges Top-Team mit freiem Platz"

Foto: dpa

Für BMW-Sauber verändert Kimi Räikkönens Vertragsverlängerung bei Ferrari die eigene Fahrerentscheidung "nur ein wenig".

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen sagte vor dem Großen Preis von Italien in Monza: "Ich habe damit gerechnet, dass Ferrari keinen Fahrerwechsel vornimmt, aber nicht, dass sich die Bindung um zwei Jahre verlängert." Diese neue Situation verbessert die Verhandlungsposition der Bayern mit dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso.

Ferrari-Tür zugegangen

Bevor das italienische Formel-1-Team am Freitag die weitere Zusammenarbeit mit dem finnischen Weltmeister bis Ende 2010 bekanntgegeben hatte, war davon ausgegangen worden, dass bei der Scuderia nach 2009 ein Cockpit frei wird. Als aussichtsreichste Kandidaten galten der momentan für Renault fahrende Alonso und BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica. Jetzt müssen beide mindestens noch zwei Jahre warten.

Theissen sagte: "Wir sind das einzige Top-Team, bei dem für 2009 noch ein Platz offen ist." In erster Linie muss Nick Heidfeld um sein Cockpit bei den Weiß-Blauen bangen. Der 31 Jahre alte Mönchengladbacher erfüllte in dieser Saison die Erwartungen kaum. Theissen versicherte in Monza allerdings mehrfach, dass "die Entscheidung noch offen" ist. "Wir werden unsere Fahrer bis zum Saisonende bekanntgeben." Wenn die Entscheidung zwei Wochen früher falle, werde das Team dies auch mitteilen.

Alonso als Alternative?

Für BMW-Sauber gibt es nun drei Varianten: Die Bayern könnten im kommenden Jahr erneut mit Heidfeld und Kubica antreten. Sie könnten versuchen, Alonso als neuen Partner des Polen zu verpflichten oder sogar den zweimaligen Champion als neuen Teamkollegen Heidfelds holen.

"Ich bin generell an schnellen Fahrern interessiert", wich Theissen der Frage aus, ob er Alonso verpflichten wolle. Da der Spanier frühestens 2011 zu Ferrari wechseln kann und damit zwei Jahre lang für ein anderes Team verfügbar wäre, wäre er eventuell billiger zu haben. Bei Renault soll Alonso angeblich um die 20 Millionen Euro erhalten. Dies ist doppelt so viel, wie Heidfeld und Kubica bei BMW-Sauber zusammen verdienen.

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