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Timo Glock

Warten auf das große Aeropaket

Der erste Schritt ist getan. Timo Glock sitzt in einem Auto, das ausbaufähig ist. Nach dem guten Auftakt in Australien erwartet der Deutsche ein ähnliches Abschneiden in Malaysia. Dann geht es mit den Daten in den Windkanal. Beim GP Spanien soll ein Aeropaket debütieren, das erste, das nicht ausschließlich im Computer entstand.

Das erste Fazit fällt positiv aus. Timo Glock beendete den ersten Grand Prix auf Platz 14. Und er sitzt in einem Rennauto, das endlich wieder das tut, was der Fahrer von ihm erwartet. "Das erste Rennen hat gepasst. Nach 200 Kilometern Shakedown und drei Trainingssitzungen war das keine schlechte Leistung. Das Auto war genauso gut ausbalanciert wie im Training."

Während Glock im Training noch 1,9 Sekunden auf die Caterham verlor, schrumpfte der Abstand im Rennen auf eine Sekunde. "Es wäre noch weniger gewesen, hätte ich nicht kurz vor der Safety-Car-Phase die Drehzahl runterschrauben müssen. Wir hatten Probleme mit der Öltemperatur."

Marussia will zum Mittelfeld aufschließen

Die Basis stimmt. Jetzt muss Marussia die Lücke zu Caterham schließen. "Mit Setuparbeit allein geht das nicht", weiß Glock. "Da können wir zwar noch das ein oder andere Zehntel finden, vor allem wenn wir mit der Bodenfreiheit mehr ans Limit gehen, aber keine zwei Sekunden."

Das geht nur mit einem Aero-Paket. Bis jetzt steht der Termin der Premiere auf dem GP Spanien. "Wir wissen noch nicht, wie groß es wird. Marussia ist immer noch ein kleines Team." 200 Leute arbeiten in Banbury, davon 50 in der Technikabteilung. McLaren hat drei Mal so viele Leute.

Der runderneuerte Marussia wird dann das erste Formel 1-Auto des Teams sein, das im Windkanal entstand. "Unser aktuelles Auto ist immer noch am CFD-Computer entstanden. Als wir zum ersten Mal in den McLaren-Windkanal durften, war das erste Konzept des Autos bereits fertig."

Für Sepang erwartet Glock ein ähnliches Resultat wie in Melbourne. "Unser Auto hat sich auch in schnellen Kurven gut angefühlt. Aber Malaysia ist natürlich noch eine andere Hausnummer. Das gute ist, dass die ersten zwei Strecken komplett unterschiedlich sind. Das bringt uns viele Daten. Wir versuchen daraus zu lernen und das Thema gleich in den Windkanal mit zu übernehmen."

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