Timo Glock über die Formel 1-Saison 2011

Glock will bei Virgin F1 bleiben

Timo Glock Foto: xpb 12 Bilder

Trotz des noch schleppenden Fortschritts bei Virgin will Timo Glock weiterhin dem Team die Treue halten. In der Vergangenheit gab es immer wieder Gerüchte, Glock wolle wechseln. "Ich stehe voll hinter Virgin Racing", betonte Glock nun.

Die meisten Cockpits für die Formel 1-Saison 2011 sind bereits vergeben. Doch trotzdem gibt es noch das ein oder andere freie Plätzchen wie zum Beispiel bei Renault, was immer wieder Spekulationen rund um das Fahrerkarussel anheizt. Timo Glock nahm Gerüchten, er könnte zu einem anderen Team wechseln, nun den Wind aus den Segeln.

Fortschritt in den letzten Rennen

"Ich habe einen langfristigen Vertrag mit Virgin Racing und bin fest entschlossen, mit dem Team weiter nach vorne zu kommen", sagt der Odenwälder. "Ich habe immer gesagt, dass ich in einem Team arbeiten möchte, das konstant weiter voran schreitet."
 
Dazu brauchte Glock in der bisherigen Saison viel Geduld. Erst in den letzten Rennen konnte das neu gegründete Team dank technischer Updates aufholen. Zu Beginn des Jahres spottete man noch über Technikchef Nick Wirth, weil der Tank zu klein berechnet wurde. Die ersten vier Rennen kam Glock noch nicht einmal ins Ziel, weil ihm drei Mal technische Defekte und in Malaysia eine Kollision einen Strich durch die Rechnung machten. "Der Jahresanfang war schwierig, aber seither wendet sich das Blatt", meint Glock. "Seit Mitte der Saison haben wir bei der Entwicklung des Autos gute Fortschritte gemacht."

Frontflügel machte eine Sekunde aus

In Silverstone hatte man beispielsweise eine fast komplette Runderneuerung dabei. Ein neuer Front- und Heckflügel sowie ein neuer Unterboden bedeuteten einen Schritt nach vorn. Der Frontflügel machte laut Glock allein eine Sekunde aus. "Man muss das Projekt insgesamt betrachten", erklärt der Virgin-Pilot. "In den vergangenen drei oder vier Rennen haben wir immer wieder neue Entwicklungen ans Auto gebracht. Die Erkenntnisse aus dem Simulator haben sich gut auf die Strecke übertragen lassen. Das ist ermutigend."
 
Einen Vorteil sieht Timo Glock vor allem darin, dass Technikchef Nick Wirth das Auto am Computer entwickelt. Somit könne der diesjährige Wagen bis zum Ende der Saison weiterentwickelt und gleichzeitig das neue Auto vorbereitet werden.
 
Klingt alles positiv, aber schiebt man nicht auch irgendwann mal Frust, wenn es nicht nach Plan läuft? "Wenn die Fortschritte ausgeblieben oder die Entwicklung gestoppt worden wäre, dann bekäme ich - wie jeder andere Fahrer auch - natürlich Frust", meint Glock. "Aber das ist bislang nicht der Fall. Es geht bei uns die ganze Zeit voran. In der Zukunft müssen wir allerdings noch größere Schritte machen."

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