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Formel 1: Timo Glock fordert Verbesserungen

"Für Barcelona ist eine Lösung in Sicht"

Timo Glock in Jerez Foto: xpb 20 Bilder

Timo Glock konnte in Jerez endlich wertvolle Testkilometer mit dem neuen Auto sammeln. Trotzdem ist der Virgin-Pilot noch nicht zufrieden mit der Zuverlässigkeit. "Wir müssen noch einige Bereiche verbessern", fordert Glock.

22.02.2010 Tobias Grüner

Timo Glock muss momentan Kinderkrankheiten aussortieren. Sein neuer Virgin Cosworth VR-01 machte bei den ersten Testfahrten noch keinen besonders standfesten Eindruck. Immer wieder verbrachten die Piloten wertvolle Zeit in der Garage. Und wenn das Auto mal lief, verhinderte der andalusische Regen das Sammeln von Testdaten.

Glock zieht positives Fazit

"Das Wetter war schon etwas nervig", klagte Glock nach den Wasserspielen von Jerez. Dass Fazit fiel dennoch positiv aus. "Trotz des miesen Wetters konnten wir endlich einmal viele Kilometer abspulen. Daher war die Laune richtig gut. Zusätzlich war das Gefühl mit dem Auto schon sehr gut."

Am Samstag blieb Glock nur noch 3,5 Sekunden hinter der absoluten Bestzeit von Jenson Button im McLaren und sorgte für ein erstes Achtungszeichen der jungen Mannschaft. Glock warnt allerdings, die Erwartungen allzu hoch zu schrauben. "Die Balance ist schon gut, es fühlt sich an wie ein gutes Formel-1-Auto. Aber dennoch müssen wir noch einige Bereiche verbessern. Das betrifft viele verschiedene Elemente des Autos, zum Beispiel die Lenkung."

Hydraulikprobleme bis Barcelona im Griff

Auch die Standfestigkeit ist laut Glock immer noch ein großes Problem. "Leider haben wir im Bereich Zuverlässigkeit immer wieder mit dem Hydraulikdruck Probleme gehabt. Wenn das nicht gewesen wäre, dann sähe es jetzt schon erheblich besser aus", so der 27-Jährige. Glock präzisiert: "Wenn wir mehr fahren können, dann bekommen wir mehr Daten vom Auto. Haben wir mehr Daten, dann können wir das Verbesserungspotenzial viel besser erkennen. Wir müssen zusehen, dass wir viel rollen. Aber für Barcelona ist eine Lösung in Sicht."

Neben der Lösung des Hydraulikproblems wird auch an der Aerodynamik weiter mit Hochdruck gearbeitet. Die Großrechner von Technikchef Nick Wirth stehen nicht still, um den VR-01 noch schneller zu machen. Als einziges Team entwickelt Virgin sein Auto komplett mit Aerodynamik-Simulationen (CFD) am Computer. "In Bahrain werden schon einige neue Teile kommen", verspricht Glock.

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