Maldonado Venezuela 2011 Williams
Pastor Maldonado - Porträt - Formel 1 - 2015
Maldonado Venezuela 2011
Pastor Maldonado GP2
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Tod von Hugo Chavez

Maldonado trauert mit Venezuela

Venezuelas Staatschef Hugo Chavez ist in der Nacht zum Mittwoch (6.3.2013) gestorben. Formel 1-Pilot Pastor Maldonado verliert damit seinen größten Förderer und finanziellen Unterstützer. Hat das Auswirkungen auf seine Zukunft bei Williams?

Der Tod von Venezualas Machthaber Hugo Chavez kam nicht überraschend. Der Staatschef, der erst Oktober in seinem Amt bestätigt worden war, war bereits im Januar zu krank, um den obligatorischen Eid abzulegen. Der Krebs hatte den Sozialisten geschwächt. Auch eine Reise zur medizinischen Behandlung nach Kuba im Dezember änderte nichts mehr an seinem Schicksal.

Der Tot Chavez' wurde in Venezuela am Dienstag um 16.25 Uhr Ortszeit verkündet. Gleichzeitig wurden sieben Tage Staatstrauer angeordnet. Auch für die Formel 1 ist der Tod des ehemaligen Militärführers von Bedeutung. Pastor Maldonado bekam das Cockpit bei Williams vor zwei Jahren nur wegen der staatlich verordneten Sponsormillionen aus seiner Heimat.

Maldonado trauert um Chavez

Entsprechend fielen die Reaktionen des F1-Piloten aus. "Lang lebe unser Anführer Chavez", schrieb der Spanien-Sieger von 2012 auf seiner Twitter-Seite. "Wie alle Venezolaner empfinde ich tiefen Schmerz. Mein Beileid an die Familie und unser Land. Viva Chavez!" Maldonado bezeichnete seinen langjährigen Förderer als einen großen Mann, einen Soldaten, Kämpfer und Helden.

"Hasta la victoria siempre!" - bis zum immer währenden Sieg. Mit der Parole des ehemaligen Revolutionsführers Che Guevara rief Maldonado die Venezolaner zur Unterstützung der Partei von Chavez auf. Von einem gut verdienenden Rennfahrer aus der kapitalistisch geprägten Formel 1-Glitzerwelt hört man solche Worte eher selten.

Venzuela überweist 30 Millionen jährlich

Die Solidarität ist aber nicht verwunderlich. Als Maldonado 2011 in die Formel 1 einstieg hatte er insgesamt 150 Millionen britische Pfund (ca. 172 Mio. Euro) für seinen Fünf-Jahres-Vertrag im Gepäck. Das Geld kam im Auftrag von Chavez von venezolanischen Staatsfirmen, wie zum Beispiel der Ölgesellschaft PDVSA oder der Tourismusbehörde.

Williams sicherte die Finanzspritze von rund 30 Millionen Euro im Jahr damals das Überleben. Die Kritik der venezolanischen Opposition an der Mitgift ist spätestens seit dem Barcelona-Sieg 2012 verstummt. Maldonado ist mittlerweile ein Staatsheld. Auch Williams-Fans müssen sich keine Sorgen machen. "Der Vertrag ist wasserdicht und läuft auch nach dem Tod von Chavez weiter", bestätigen interne Quellen.

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