Valtteri Bottas - Williams - Formel 1-Test - Barcelona - 22. Februar 2015 xpb
Williams FW37 - Formel 1 - Technik-Check - 2015
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Williams FW37 - Formel 1 - Technik-Check - 2015 27 Bilder

Top-Speed-Analyse Barcelona

Williams immer noch Schnellster

Williams hat über den Winter Abtrieb gefunden. Normalerweise geht das auf Kosten von Luftwiderstand. Doch die Top-Speed-Messungen von Barcelona zeigen, dass Williams auf der Geraden immer noch die Nase vorne hat. Erstaunlich langsam ist Mercedes. Und ganz hinten wie üblich Red Bull.

Der vierte Testtag in Barcelona war der schnellste. Nicht nur, weil Romain Grosjean mit 1.24,067 Minuten die beste Rundenzeit der Woche fuhr. Auch auf der Zielgeraden wurden die höchsten Top-Speeds gemessen. Kein Wunder bei dem starken Wind, der an diesem Tag von hinten über die Zielgerade blies.

Valtteri Bottas stellte mit 337,5 km/h den Bestwert auf der langen Vollgaspassage auf. Das ist fast identisch mit der Höchstgeschwindigkeit beim Training zum GP Spanien 2014, als Daniil Kvyat im Toro Rosso mit 337,7 km/h gemessen wurde.

Wir hatten bei Rückenwind allerdings höhere Top-Speed-Werte erwartet. Denn die Motoren haben über den Winter 20 bis 40 PS zugelegt. Offenbar haben alle Teams in Abtrieb investiert.

Sauber in Top-Speed-Tabelle vor Ferrari

Der Williams FW37 hat sich wie von Technikchef Pat Symonds prophezeit die guten Eigenschaften seines Vorgängers behalten und dazu noch Abtrieb draufgepackt. Bottas lag aber nur knapp vor Romain Grosjean im Lotus. Der Franzose schaffte 336,4 km/h.

Teamkollege Pastor Maldonado grinste breit: "Im letzten Jahr waren wir die langsamsten auf der Geraden. Jetzt sind wir vorne dabei. Das zeigt, dass wir in einem ganz anderen Auto sitzen."

In den Top 3 finden sich nicht nur Autos mit Mercedes-Motoren. Auch Sauber schaffte es mit dem Ferrari V6-Turbo in die Top-Liga. Doch ein Ingenieur meinte angesichts der 335,4 km/h zweifelnd: "Der gute Top-Speed könnte auch bedeuten, dass uns noch etwas Anpressdruck fehlt." Im Vergleich zum Ferrari-Werksteam auf jeden Fall. Sebastian Vettel lag mit 329,2 km/h im hinteren Mittelfeld.

McLaren-Honda ordentlich dabei

Vettel konnte aber immerhin Nico Rosberg im Mercedes hinter sich lassen. Entweder lässt Mercedes noch nicht die volle Power frei, oder die Ingenieure haben alles in Abtrieb investiert.

Zunächst war es tatsächlich so, dass die Mercedes-Motoren nicht am Limit gefahren werden durften. Doch am achten Testtag waren die Sechszylinder aus Brixworth mit den neuesten Komponenten bestückt. Und die Höchstgeschwindigkeit von Bottas zeigt, dass die Mercedes-Motoren von der Kette gelassen wurden.

Langsamster auf der Geraden ist wie üblich Red Bull. Daniil Kvyat fehlten 12,2 km/h auf den Williams. Am Renault-Motor kann es nicht liegen. Carlos Sainz junior im Toro Rosso war mit 330,2 km/h gut dabei.

Red Bull setzt wie üblich auf maximalen Abtrieb. Teamberater Helmut Marko erkannte beim Streckenstudium: "Bei der Traktion und in langsamen Kurven sind wir die Besten." Auf der Geraden aber musste sich Red Bull sogar McLaren-Honda geschlagen geben.

Die 326,2 km/h von Fernando Alonso sind eine Überraschung. Honda hat also zumindest am letzten Tag mehr Leistung freigegeben. Davor wurde wegen Problemen mit der MGU-K die Elektrokraft gedrosselt. Man darf davon ausgehen, dass Alonsos Top-Speed noch nicht das letzte Wort von McLaren-Honda war.

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