Top Speeds in Monza

Simulationen sagen 355 km/h voraus

Sebastien Buemi GP Italien Monza 2011 Foto: Red Bull 26 Bilder

Die Topspeeds der 2014er Autos sind auf den meisten Strecken deutlich gestiegen. Das Zauberwort: Mehr PS, weniger Luftwiderstand. Die höheren Geschwindigkeiten auf der Geraden regten die Phantasie der Fans an. Gibt es in Monza einen neuen Rekord? Der alte steht auf 372 km/h. Leider nein. Die Simulationen lassen nur 355 km/h erwarten.

Der offizielle Topspeed-Rekord datiert aus dem Jahr 2005. Kimi Räikkönen stellte ihn in Monza in einem McLaren-Mercedes mit 370,1 km/h im Rennen auf. Inoffiziell ging es sogar noch schneller. Bei den Testfahrten in den Wochen vor dem GP Italien wurde Räikkönens Teamkollege Juan Pablo Montoya mit 372,6 km/h gestoppt. Nach dem Verbot der Zehnzylinder, die 2005 bis zu 965 PS entfesselten, sanken die Topspeeds wieder. 2013 erzielte Esteban Gutierrez im Sauber-Ferrari in Monza den besten Wert. 341,1 km/h waren zugleich Saisonrekord im letzten Jahr.

Mit den neuen Turbomotoren und den aerodynamisch effizienteren Autos sind die Autos auf der Geraden wieder schneller unterwegs. Bis jetzt wurden bei allen zwölf Grand Prix die Vorjahreswerte überboten. Zum Teil deutlich. Die größte Steigerung gab es in Montreal und Hockenheim mit jeweils 25,5 km/h. Hockenheim natürlich im Vergleich zu 2012. Der geringste Fortschritt wurde in Monte Carlo erzielt. Von 289,0 km/h auf 290,0 km/h. Sämtliche Vergleiche beziehen sich auf den Renntrim und sind deshalb durch den Windschatten mit beeinflusst. In der Regel liegen die Geschwindigkeiten dadurch höher als im Training.

Monza mit kleinerem Steigerungspotenzial

Die höheren Topspeeds regten die Phantasie der Fans an. Wie schnell würden die Autos wohl in diesem Jahr in Monza sein? Dem Tempel der Geschwindigkeit. Schon im Vorfeld geisterten Zahlen von 370 km/h durchs Internet. Doch die Teams müssen die Fans enttäuschen. Ihre Simulationen lassen Topspeeds von 350 bis 355 km/h erwarten. Das allerdings gilt für eine freie Runde. Da sind im Windschatten vielleicht doch mehr als 360 km/h drin.

Force India-Technikchef Andy Green erklärt, warum man auf den schnellen Strecken generell einen geringeren Topspeed-Zuwachs erwarten muss als auf den langsameren. "Das Reglement hat uns ungefähr 10 Prozent Abtrieb weggenommen und im gleichen Maße den Luftwiderstand verringert. Das bezieht sich auf die Strecken, auf denen mit maximalem Abtrieb gefahren wird. Wegen des generell reduzierten Abtriebs sind das die meisten. Wenn wir jetzt nach Monza kommen, dann vergleichen wir uns mit Autos, die auch schon in der Vergangenheit mit minimalem Anpressdruck gefahren sind. Deshalb sind auch die Unterschiede nicht so groß. Weniger geht nicht. Deshalb werden die höheren Topspeeds in diesem Jahr in Monza hauptsächlich auf den Motor zurückzuführen sein.“

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