Pirelli Test Renault R30 Pirelli
Pirelli F1 Reifen 2013
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Top-Teams mit Reifen-Problemen

Lotus mit Pirelli-Vorteil

Der Lotus ging immer schon schonend mit seinen Reifen um. Das hat Kimi Räikkönen zuletzt auch zum Sieg in Melbourne verholfen. Die Konkurrenz hat jetzt einen bösen Verdacht. Liegt es daran, dass Pirellis ein früheres Team-Fahrzeug als Testauto verwendet?

Red Bull, Ferrari und Mercedes wurden beim GP Australien von einem Auto düpiert, mit dem man am wenigsten gerechnet hatte. Kimi Räikkönen gewann den Saisonauftakt überlegen in einem Lotus-Renault. Als einziger der Spitzenfahrer kam er mit zwei Stopps über die Distanz.

Jetzt wird bei den Top-Teams gerätselt, warum der Lotus E21 so schonend mit den Reifen umging. Mark Webbers erste Analyse lautete: "Das liegt in der DNA dieses Autos. Die haben immer schon wenig Reifen verbraucht."

Pirelli testet mit einem Uralt-Lotus

Da hat der Australier einen wahren Satz gesagt. Die Ingenieure bei Red Bull, Ferrari und Mercedes haben diese Erkenntnis zu Ende gedacht. Kann der Vorteil von Lotus daran liegen, dass Pirelli seine Reifenentwicklung mit einem früheren Fahrzeug dieses Rennstalls betreibt?

Es ist ein Renault R30 aus dem Jahr 2010. Zugegebenermaßen ein uraltes Auto gemessen am Fortschritt der Formel 1. Doch gewisse Konstruktionsprinzipien wie die Fahrwerksphilosophie und die Aero-Balance überleben teilweise Jahre. Ein Adrian Newey stellt seine Autos seit 1991 von vorne nach hinten an.

Lotus-Konkurrenz sieht sich im Nachteil

Wenn Jaime Alguersuari endlose Testrunden im drei Jahre alten Renault für Pirelli dreht, dann haben die Ergebnisse logischerweise Einfluss auf die Reifenentwicklung. Pirelli gleicht die Testergebnisse mit den aktuellen Daten ab und bestimmt daraufhin seine Karkassen und Gummimischungen

Die DNA des alten Lotus alias Renault steckt also auch in der DNA der Reifen. Ein Teammitglied der Konkurrenz übt Selbstkritik: "Wir haben da geschlafen und diesen Einfluss unterschätzt. Vielleicht müssen wir uns überlegen, wie wir das für die Zukunft besser regeln."

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Red Bull hatte in Melbourne zwei Gesichter.

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