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Lando Norris - McLaren - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - 15. November 2019 23 Bilder

Tops und Flops der Formel 1-Saison 2019

Blick zurück ohne Zorn

Am Ende der Formel-1-Saison werden die Oscars verteilt. Wer bekommt den Preis für den besten Fahrer, das schlechteste Team, den wildesten Crash, die beste Siegerehrung und den dümmsten Fehler? Vorhang auf für die Preisträger.

Das Formel-1-Jahr 2019 ist schnell erzählt. Mercedes wurde zum sechsten Mal in Folge Weltmeister. Ein Traumstart mit acht Siegen in den ersten acht Rennen raubte der Konkurrenz den Nerv. Da war eigentlich schon alles klar. Und an Lewis Hamilton als Champion bestand auch kein Zweifel. Der 35-jährige Engländer ist die Königsfigur im Feld. Wenn man ihm ein Auto wie den Mercedes gibt, ist er nicht zu schlagen. Elf Siege beweisen es. Teamkollege Valtteri Bottas kam ihm am nächsten. Bottas 2.0 zeigte sich nach einer eingehenden Meditation über den Winter stark verbessert. Doch der beste Bottas aller Zeiten ist immer noch zu schwach für einen Hamilton.

Die Konkurrenz kam nie richtig auf die Füße. Red Bull brauchte bis zum neunten Rennen des Jahres, um die Geburtsfehler des RB15 zu beseitigen. Max Verstappen fuhr fehlerlos, solange sein Auto nicht in Form war. Kaum hatte es Siegerqualitäten, fiel Mad Max in seine früheren Flegeljahre zurück. Dass er ein Gegner für Hamilton sein kann, zeigte er in den letzten Rennen. Den Sieg im GP Brasilien hat er auf der Strecke erkämpft.

Topteams holen 1.660 der 2.121 Punkte

Ferrari ging als Favorit in die Saison und fiel böse auf die Nase. Das Auto hatte vorne zu wenig, hinten zu viel Abtrieb. Es dauerte 13 Rennen, bis auf der Baustelle aufgeräumt war. Kein Team hat so viele Fehler gemacht wie der Herausforderer. In allen Bereichen: die Fahrer auf der Strecke, die Ingenieure im Designbüro, die Strategen am Kommandostand. Sebastian Vettel bekam einen Teamkollegen, der wie ein Engel aussieht und wie der Teufel fährt.

Charles Leclerc hat die Qualitäten eines Champions, die Unbekümmertheit eines Youngsters und den Killerinstinkt eines Vollstreckers. Solange das Auto seine Defizite hatte, war Leclerc im Vorteil: Weil er einfach Gas gab. Vettel spielte den Ingenieur, suchte nach Ansätzen, das Problem zu lösen. Als er schließlich Gas geben musste, fehlte das Vertrauen ins Auto. Mit mehr Abtrieb kehrte bei Vettel der Speed zurück. In den letzten acht Rennen wurde das Ferrari-Duell ein heißer Kampf zwischen Jung und Alt.

Hinter den drei Topteams, die 1.660 der 2.121 Punkte abschöpften, machten McLaren und Williams ihre eigene Liga auf. Der eine vor, der andere hinter dem Mittelfeld. McLaren war demnach die positive, Williams die negative Überraschung. Weil es dem früheren Siegerteam gelungen war, sich von einer schlechten Ausgangsbasis noch weiter zu verschlechtern. Auch Renault ging geschlagen aus der Saison. Platz fünf war nicht der Anspruch. Man wird den Vorstand einmal mehr mit Versprechungen von einer besseren Zukunft bei Laune halten müssen.

Wir haben aus 21 Rennen, 10 Teams und 20 Fahrern die Highlights und die Tiefpunkte 2019 herausgesucht. So fällt das Erinnern leichter.

Motorsport Aktuell Hamilton & Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - 16. November 2019 Mercedes auch bei der Zuverlässigkeit vorn Zehn Ausfälle für McLaren

Keiner legte mehr Rennkilometer zurück als der Weltmeister.

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