Lewis Hamilton - Mercedes - GP Abu Dhabi 2020 Wilhelm
Impressionen - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 2. Juli 2020
Pierre Gasly - Alpha Tauri - GP Italien 2020 - Monza
Sergio Perez - Racing Point - GP Sakhir 2020 - Bahrain - Rennen
Carlos Sainz - GP Toskana  - Mugello - Formel 1 - 2020 28 Bilder

Tops & Flops der Formel 1-Saison 2020

Tops & Flops der Formel 1-Saison Unvergessliches Jahr mit Auf- und Absteigern

Diese Saison schrieb Geschichte: wegen der meist ereignisreichen Rennen und der Rekorde, aber vor allem aufgrund der besonderen Umstände. Wir blicken zurück auf 17 Grand Prix im Eiltempo und benennen unsere Tops & Flops.

Eigentlich hätte es eine große Party werden sollen. Die Formel 1 feierte in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag. Doch statt einem rauschenden Fest gab es ein abgespecktes Programm. 17 Rennen in 161 Tagen: Corona zwang dem schnellsten Wanderzirkus der Welt einen Notkalender auf. Die Formel 1 meisterte die Aufgabe mit Bravour.

Aus Notgeburten wurde eine Erfolgsgeschichte: Mugello, der Nürburgring, Portimao, Imola oder die Türkei hätten es ohne die Corona-Krise nie in den Rennkalender geschafft. Die Fahrer lobten den Mut der Verantwortlichen und würden am liebsten auch im kommenden Jahr auf den neuen Rennstrecken fahren. Doch dann sollen wieder die alten Gesetze gelten: Erst wer viel zahlt, kommt rein in den illustren Club.

2 Überraschungssieger – trotz Wunderauto

Es war eine Saison, die der beste Rennfahrer dieser Generation für sich entschied. Mal wieder. Lewis Hamilton raste zehn Mal auf die Pole Position und gewann elf Grand Prix. Schon in der Türkei stand er als Weltmeister fest. Schon am Nürburgring hatte der 35-Jährige nach Siegen mit Michael Schumacher gleichgezogen, schon in Portimao machte er sich zum alleinigen Rekordhalter.

Die Einmann-Show wurde nur phasenweise unterbrochen. Zwei Mal durch Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas, zwei Mal durch den einzigen echten Herausforderer in einem anderen Auto: Max Verstappen im Red Bull. Der Mercedes W11 war der Konkurrenz über weite Strecken haushoch überlegen. Das Auto mit dem genialsten Technik-Trick des Jahres – der manuellen Spurverstellung DAS – war so überlegen, dass selbst Umsteiger George Russell beinahe seinen ersten Grand Prix gewonnen hätte, als er den an Corona erkrankten Weltmeister in Sakhir vertrat.

Sergio Perez - George Russell - GP Sakhir 2020 - Bahrain
F1/FIA
Sergio Perez war einer von zwei Überraschungssiegern, George Russell der Pechvogel des Jahres.

Trotzdem gab es zwei Überraschungssieger: Pierre Gasly ließ Frankreich erstmals nach 24 Jahren wieder jubeln. Mexiko wartete sogar ein halbes Jahrhundert auf den nächsten Grand Prix-Sieger: Sergio Perez verzückte seine Landsleute mit einem Husarenritt auf der kürzesten Strecke des Jahres.

Wie in jeder Saison gab es neben Aufsteigern auch Absteiger. Ferrari schnitt so schlecht ab wie seit 40 Jahren nicht mehr. Langsames Auto, unterlegener Motor – dazu kam die teaminterne Kollision in der Steiermark und der Motor-Skandal zu Jahresbeginn. Am liebsten würde Ferrari 2020 vergessen. Es war eine Horror-Show in Rot.

Der Unfall des Jahres hatte zum Glück ein Happy end: Romain Grosjean überlebte dank der Sicherheits-Features und dank ein paar Schutzengeln einen Feuerunfall, wie ihn die Formel 1 lange nicht mehr gesehen hatte. In unserer Fotoshow finden Sie unsere persönlichen Tops & Flops der Saison.

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