Toro Rosso

Berger optimistisch

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Gerhard Berger blickt optimistisch in die Zukunft. Sein Toro Rosso-Rennstall schloss die Formel 1-WM mit acht Punkten auf dem siebten Platz ab, und im nächsten Jahr will der Österreicher noch höher hinaus.

Man könne vielleicht sogar an Toyota vorbeiziehen, meinte Berger: "Wir waren ja in diesem Jahr schon dicht dran. Wenn Sebastian Vettel früher zu unserem Team gestoßen wäre, hätte es vielleicht schon in diesem Jahr geklappt." Der zehnfache GP-Sieger glaubt, dass er für 2008 mit Sebastian Vettel und dem vierfachen ChampCar-Meister Sebastien Bourdais die ideale Fahrerpaarung hat: "Ein guter Mix zwischen jung und Erfahrung. Vettel hat sich schon gut eingelebt, er ist ein Teil des Teams geworden. Bei Bourdais findet dieser Prozess gerade statt."

Der Franzose flog direkt von seinem Sieg in beim ChampCar-Finale in Mexico-City nach Barcelona, um seine Testarbeit bei Toro Rosso aufzunehmen. Dabei spulte Bourdais insgesamt 973 Kilometer ab und war laut Berger unter gleichen Bedingungen rund zwei Zehntel langsamer als Vettel. "Nicht schlecht für den Anfang." Im Bestzeitenvergleich lag Vettel zwar 0,4 Sekunden vor seinem neuen Teamkollegen, doch hätten beide weniger Benzin an Bord gehabt, und diese Situation sei für Bourdais noch etwas ungewohnt gewesen. "Er hatte bei allen Tests, die er zuvor für uns gefahren war immer zwischen 50 und 80 Kilogramm Benzin im Tank."


2008 bringt Vorteile für kleine Teams

Berger sieht auch aus dem Blickwinkel der Technik positive Zeichen für Toro Rosso. "Das Verbot der elektronischen Fahrhilfen kommt den kleinen Teams entgegen. Ferrari und McLaren haben mit der Traktionskontrolle, der Motorbremse und dem Stabilitätsprogramm in schnellen Kurven mindestens zwei Zehntel, wenn nicht sogar mehr, gegenüber uns rausgeholt, ganz einfach deshalb, weil die in der Elektronik einen Schritt weiter waren als wir." Und selbst wenn es nur zwei Zehntel waren, sei das schon ein schönes Geschenk. "Wir suchen ja nicht die Welt. Jedes Zehntel, das wir aufholen können, ist uns recht."

Weil die Zuverlässigkeit der große Schwachpunkt von Toro Rosso in dieser Saison war, wird das Schwesterteam von Red Bull die neue Saison mit dem alten Auto beginnen. "Wir brauchen am Anfang eine gute Basis, die funktioniert. In der Zuverlässigkeit will ich wieder auf den Stand von 2006 kommen", fordert Berger. Die Saison vor zwei Jahren schloss das Team aus Faenza als Fünfter mit 83,5 Prozent aller möglichen Rennkilometer ab. Nur zwei Mal waren die Toro Rosso-Piloten mit einem Defekt liegengeblieben. Da sieht die Bilanz von diesem Jahr deutlich schlechter aus. Toro Rosso rangiert mit 64,6 Prozent aller Rennkilometer und zehn technisch bedingten Ausfällen an elfter und letzter Stelle.

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