Toro Rosso

Fahrerkarussell in Bewegung

Foto: Daniel Reinhard

Die aktuelle Formel 1-Saison ist nicht einmal bei Halbzeit angelangt, da beginnen die Teams schon mit den Personalplanungen für das kommende Jahr. Besonderen Anlass zur Spekulation bietet die Besetzung der beiden Toro Rosso-Cockpits.

Insgesamt 26 Rennen hat das Minardi-Nachfolgeteam seit seiner Gründung im vergangenen Jahr bestritten. Das magere Resultat: Ein einziges Pünktchen durch den achten Platz von Vitantonio Liuzzi beim USA-GP 2006. Verständlich also, dass Teamchef Franz Tost und Toro Rosso-Mitbesitzer Gerhard Berger langsam die Geduld mit ihrem jungen Fahrerduo Liuzzi und Speed verlieren.

Im Gespräch: Ein Franzose und zwei Deutsche

Ein Name, der in den teaminternen Überlegungen schon länger eine Rolle spielt, ist Sébastien Bourdais. Der 28-Jährige fährt seit 2003 in der US-Amerikanischen ChampCar Serie und konnte dort bereits drei Titel in Folge holen. Bourdais befindet sich aktuell in Wartestellung für einen Platz hinter dem Toro Rosso-Lenkrad. Nach dem Silverstone Grand Prix soll der Franzose sein Talent noch einmal bei Testfahrten im belgischen Spa unter Beweis stellen. Bis zum 31. Juli haben Tost und Berger dann Zeit zu entscheiden, ob man eine bestehende Vertrags-Option mit Bourdais für die kommende Saison ziehen will.

In der Diskussion um einen Platz im Toro Rosso-Cockpit ist auch Youngster Sebastian Vettel. BMW-Sportchef Mario Theissen hatte seinen Schützling selbst ins Gespräch gebracht. Theissens Plan: Vettel soll, wenn möglich schon diese Saison, Fahrpraxis in der Formel 1 sammeln und anschließend wieder zurück zu BMW wechseln. Berger will sein Team allerdings nicht als Ausbildungsstätte der großen Werksteams "missbrauchen" lassen. Zur Voraussetzung für eine Anstellung Vettels machte er deshalb einen längerfristigen Vertrag über zwei oder drei Jahre.

Alternative Ralf Schumacher

Berger äußerte zudem den Wunsch nach einem erfahrenen Fahrer. Ein passender Kandidat mit genügend Formel 1-Routine wäre Ralf Schumacher. Der Vertrag des Toyota-Piloten läuft zum Saisonende aus und es wird nicht erwartet, dass der japanische Rennstall die bestehende Option für das Jahr 2008 ziehen wird. Schumacher stand in der ersten Saisonhälfte wegen schlechter Punktausbeute stark in der Kritik. Ob der 32-Jährige ein eventuelles Toyota-Angebot zu stark verminderten Bezügen annehmen würde, ist deshalb fraglich.

Schumacher will derzeit jede Spekulation um seine Person unterdrücken. Eine Entscheidung falle nicht vor August, so der 32-Jährige. Klar ist seiner Meinung nach nur: "Ich fahre nächstes Jahr zu 100 Prozent in der Formel 1". Ob Schumacher dabei in einem italienischen oder einem japanischen Auto sitzt, ist somit noch offen. Gerhard Berger scheint allerdings nicht ganz abgeneigt: "Es wäre nicht unmöglich".

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