Brendon Hartley - Pierre Gasly - Toro Rosso - GP Brasilien 2017 xpb
Red Bull 2006
Liuzzi 2006 Toro Rosso GP Italien
Liuzzi 2007 Toro Rosso GP Spanien
Formel 1, Grand Prix Deutschland 2008, Hockenheimring, 20.07.2008 23 Bilder

Toro Rosso gibt Fahrer bekannt

Hartley und Gasly fahren 2018

Seit dem GP Mexiko bilden Brendon Hartley und Pierre Gasly die Fahrerpaarung bei Toro Rosso. Die beiden besetzen auch die Cockpits für 2018. Das gab der italienische Rennstall am Donnerstag (16.11.2017) bekannt.

Toro Rosso rotierte in dieser Saison munter. Spötter werden sagen, der in Italien beheimatete Rennstall tauschte seine Fahrer so häufig aus wie Menschen ihre Kleidung. Man startete mit Carlos Sainz und Daniil Kvyat ins Jahr und beendet es mit Brendon Hartley und Pierre Gasly.

Sainz fährt seit dem GP USA für Renault. Kvyat fiel nach mäßigen Leistungen endgültig in Ungnade. 2016 hatte ihn Red Bull bereits degradiert und zum Schwesterteam abgeschoben. Red Bulls Motorsportkoordinator strafversetzte den Russen nach dem GP Singapur 2017 und parkte ihn nur zwischenzeitlich für den GP USA wieder im STR12-Cockpit. Weil Pierre Gasly das Finale der Super Formula in Japan fahren sollte, das allerdings ausfiel, und niemand anders zu finden war.

Viel Entwicklungsarbeit für zwei unerfahrene F1-Fahrer

Gasly, GP2-Meister 2016, hatte Kvyat bereits bei den Rennen in Malaysia und Japan ersetzt und machte mit einem 14. und 13. Platz seine Sache anständig. In Mexiko (13.) kehrte er zurück zu Toro Rosso und bestritt auch den GP Brasilien (12.). In beiden Fällen an der Seite von Brendon Hartley. Die beiden werden auch den Saisonabschluss in Abu Dhabi bestreiten, wo sie den sechsten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gegen Renault und HaasF1 absichern sollen. Und sie werden 2018 weiter gemeinsam für den Rennstall aus Faenza fahren.

Besonders für Hartley ist die Nachricht, einen Vertrag für die kommende Saison zu erhalten, das i-Tüpfelchen auf seiner Rückkehr zu Toro Rosso. Der Neuseeländer war schon einmal Mitglied in Red Bulls Förderpool, flog 2010 aber aus dem Kader. Hartley war damals zu unerfahren, hatte Heimweh, war aufmüpfig, obwohl die großen Leistungen ausblieben. Nachdem Porsche im Juli seinen Ausstieg aus der Sportwagen-WM verkündete, meldete sich der 28-Jährige bei Marko. Und er bekam eine zweite Chance, die er bei den Rennen in den USA (13.), in Mexiko und Brasilien nutzte. Obwohl ihn in zwei von drei Fällen die Technik aus dem Rennen warf. Trotzdem wusste Hartley zu überzeugen. Er bekam mit nur wenigen Erfahrungswerten das knifflige Management der Pirelli-Reifen in den Griff und schwamm souverän im Mittelfeld mit.

„Ich habe meine Chance wahrgenommen, die überraschend kam, mir jetzt aber ein Vollzeit-Cockpit beschert“, freut sich der Le Mans-Sieger von 2017, der in der Sportwagen-WM auch zwei Fahrertitel gewann. „Ich möchte Red Bull und Toro Rosso danken, dass sie an mich Glauben und mir die zweite Chance geben.“ Hartley und Gasly zeigten sich bei ihren bisherigen gemeinsamen Auftritten auf Augenhöhe. Teamchef Franz Tost: „Beide haben sich schnell im Auto zurechtgefunden, zeigten gute Leistungen und waren immer bereit für die Herausforderungen. Ihre Lernkurven waren steil.“ 2018 wechselt Toro Rosso von Renault- auf Honda-Motoren. Da wartet auf die beiden unerfahrenen F1-Piloten zusammen mit dem Team und den Japanern viel Entwicklungsarbeit.

Bis auf Williams sind alle Cockpits für die nächste Saison besetzt. Um den letzten verbliebenen Platz streiten sich Robert Kubica, Kvyat und Pascal Wehrlein von Sauber.

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