Toro Rosso mit Befreiungsschlag beim GP Kanada

Die Meister der Effizienz

Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari Foto: Red Bull 37 Bilder

Es waren zwar nur vier Punkte, aber die waren in Montreal Gold wert. Toro Rosso zog mit dem achten Platz von Sebastien Buemi an Williams vorbei. Der sonst so strenge Teamchef Franz Tost war voll des Lobes für seine Truppe.

Franz Tost ist ein Mann klarer Worte. Der Teamchef von Toro Rosso lässt Lob nur gelten, wo es wirklich angebracht ist. Nach dem GP Kanada hatte der Österreicher am Abschneiden seiner Truppe nichts auszusetzen: Sebastien Buemi landete auf Platz acht, Jaime Alguersuari auf Rang zwölf. Auch der Spanier hatte zwischendurch Tuchfühlung zu den Punkterängen.

Ausgehend von den Startplätzen 15 und 16 durften die Toro Rosso-Piloten eigentlich nicht unbedingt von WM-Punkten träumen. Doch dann kam es ganz anders: Buemi kämpfte mit Michael Schumacher und hatte phasenweise sogar den späteren Sieger Lewis Hamilton direkt vor der Nase. In Runde 14 lag der Toro Rosso in Führung. Als erster Schweizer seit einer halben Ewigkeit. Der letzte Eidgenosse, der an der Spitze lag, war Clay Regazzoni bei seinem Sieg 1979 in Silverstone. "Wir sind die Meister der Effizienz", lobte Franz Tost nach dem Rennen.

Buemi trotz Technikproblemen auf Platz 8

Buemi musste sich das halbe Rennen lang mit einem Riss im Auspuff herumschlagen. "Sonst wäre vielleicht sogar Platz sechs vor Rosberg möglich gewesen", rechnete Tost vor. Der Teamchef wollte aber keinem einen Vorwurf machen: "Das war eine super Leistung vom ganzen Team. Keiner macht sich eine Vorstellung, was wir alles seit Freitag am Auto geändert haben, um das Setup zu optimieren."

Die guten Top-Speed-Werte zeigten, dass Technikchef Giorgio Ascanelli mit seiner aggressiven Strategie den richtigen Griff gemacht hatte. Die Spezifikation mit wenig Abtrieb war vielleicht nicht ideal für eine schnelle Trainingsrunde, aber sie erlaubte es Buemi und Alguersuari im Rennen um Positionen zu kämpfen.

Toro Rosso splittet Reifenstrategie

Die Reifenwechsel waren perfekt getimt. Toro Rosso spielte die Doppelstrategie: Buemi fuhr mit den harten Reifen los, sein spanischer Kollege mit den weichen. "Es war Pech für Jaime, dass er in den Pulk mit Sutil, Liuzzi und Massa geraten ist. Das hat ihn viel Zeit gekostet", bilanzierte Tost. Umso zufriedener war er mit dem Manöver, mit dem sich Buemi in der 60. Runde an Michael Schumacher vorbeipfeilte. "Wir haben ihm gesagt, dass er jetzt vorbei muss. Und er hat es optimal gelöst."

Tost ist noch einer der wenigen übrig gebliebenen Racer in diesem Geschäft. Mit leuchtenden Augen schwärmte er von dem Rennen, das alles bot, was das Formel 1-Herz begehrt. "Wieder mal ein super Rennen. Diese Saison könnte wirklich nicht besser sein. Leider gibt es in unserem Geschäft immer noch genügend Trottel, die unser Produkt schlecht reden. Ich weiß nicht, was die Leute noch wollen? Sollen wir mit den Autos Saltos schlagen?"

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